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Kfz-Schein als Fahrschein: Tausende nutzen LVB-Aktion in Leipzig

Kfz-Schein als Fahrschein: Tausende nutzen LVB-Aktion in Leipzig

Leipzig. Insgesamt 6400 Fahrgäste haben in den vergangenen vier Tagen ihre Kfz-Zulassung als Gratis-Ticket im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Leipzig vorgezeigt.

Das ergaben Kontrollen in Bussen und Bahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). Die beteiligten Nahverkehrsunternehmen verbuchen die Aktion zwar als Erfolg. Eine Wiederholung zeichnet sich indessen nicht ab.

Nach LVB-Angaben zückten 16 Prozent der 40.000 kontrollierten Fahrgäste ihre Autopapiere als Fahrkarte. Laut LVB-Chef Ulf Middelberg „ein toller Erfolg“. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, werden täglich etwa 350.000 Fahrgäste mit den hauseigenen Straßenbahnen und Bussen befördert. Hochgerechnet nutzten damit täglich etwa 56.000 Menschen die LVB-Aktion - 224.000 in vier Tagen.

Zusammen mit Mitteldeutscher Regiobahn (MRB) und Deutscher Bahn (DB) hatten die LVB das Gratis-Angebot lanciert. MRB-Sprecher Jörg Puchmüller zeigte sich „positiv überrascht“ von der Resonanz, fügte jedoch hinzu: „Einen richtigen Erfolg können wir erst dann verkünden, wenn feststeht, dass eine große Zahl an Nutzern auch langfristig wechselt.“ Auf den vier beteiligten Strecken der Regiobahn nahmen nach Angaben des Unternehmens gut 1000 Fahrgäste die Offerte in Anspruch.

Auch DB-Sprecher Jörg Bönisch äußerte die Hoffnung, „dass die Aktion eine gewisse Nachhaltigkeit besitzt“. Die LVB rechnen damit, dass sich erst in den kommenden Wochen und Monaten zeigen wird, inwieweit die Aktion mittelfristig Früchte trägt.

Freitagnacht um 24 Uhr ist vorerst Schluss mit der Möglichkeit, per Kfz-Zulassung umsonst auf den ÖPNV umzusteigen. Wie LVB-Sprecher Reinhard Bohse anklingen ließ, geht die Aktion in absehbarer Zeit auch nicht in die Verlängerung. „Der Erfolg bestand in der Einmaligkeit“, so Bohse. Eine schlichte Neuauflage der Aktion sei unwahrscheinlich. „Pfiffige Ideen werden wir aber auch in Zukunft haben“, orakelte der LVB-Sprecher.

Gute Stimmung herrscht bei den Nahverkehrsbetrieben zudem wegen des internationalen Medienechos, das die Gratis-Aktion im Lauf der Woche erntete. Ein Online-Bericht der britischen BBC verbreitete sich hundertfach über die Internetplattformen Twitter und Facebook. Auch die iranische Nachrichtenagentur IRNA und die Strait Times in Singapur griffen das Thema auf.

Felix Kretz / Conrad Ziesch

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