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Lokales Kinder der Albert-Schweitzer-Schule in Marienbrunn erobern neuen Schulhof
Leipzig Lokales Kinder der Albert-Schweitzer-Schule in Marienbrunn erobern neuen Schulhof
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16:32 25.08.2011
Die Freude der Schüler der Albert-Schweizer-Schule über den neuen Sport- u. Spielplatz ist übergroß. Quelle: Dirk Knofe
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Für rund 300.000 Euro baute die Stadt ein Basketball- und Fußballfeld, eine Laufbahn und weitere Spielgeräte. „Das Geld kommt ausschließlich aus Eigenmitteln der Stadt. Wir wollen ein Zeichen dafür setzen, dass Menschen mit Behinderungen bei uns alle Chancen haben“, sagte Schulbürgermeister Thomas Fabian (SPD).

Wie sehr sich die rund 200 Schüler über den neuen Pausenhof freuten, konnten Eltern, Lehrer und Vertreter verschiedener Stadtdezernate sehen, als Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) und Schulbürgermeister Fabian symbolisch ein blaues Band durchschnitten und den Pausenhof damit offiziell übergaben. Mit Gebrüll nahmen die Kinder die Sportplätze und Spielgeräte auf dem 7700 Quadratmeter großen Areal in Beschlag. Hierzu zählt neben den Ballsportplätzen auch ein sogenannter Mikadoturm, eine achteckige Spielkombination mit Reckstangen, Netzen und Klettersprossen sowie eine Schaukel und Wippe. Nicht sichtbar verlegten die beauftragten Firmen sämtliche Leitungen zur Gartenbewässerung und Beleuchtung des Platzes neu. Neue Bäume sollen im Herbst gepflanzt werden.

Strahlende Kinderaugen in Marienbrunn: Nach rund fünf Monaten Bauzeit haben die Schüler der Albert-Schweitzer-Förderschule für Körperbehinderte am Donnerstag ihren umgestalteten Schulhof feierlich eröffnet. Für rund 300.000 Euro baute die Stadt ein Basketball- und Fußballfeld, eine Laufbahn und weitere Spielgeräte. „Das Geld kommt ausschließlich aus Eigenmitteln der Stadt. Wir wollen ein Zeichen dafür setzen, dass Menschen mit Behinderungen bei uns alle Chancen haben“, sagte Schulbürgermeister Thomas Fabian (SPD).

Zuvor hatten die Politiker Grußworte an Kinder und Gäste gerichtet. Unterhaltsamer aber waren die Paukenschläge, mit der einer der Schüler, der 13-jährige Toni Müller, die Feier am Schlagzeug einleitete. „Der Sportplatz bietet jetzt mehr Möglichkeiten, sich zu beschäftigen“, sagte das junge Musiktalent nach seinem Auftritt. Toni, selbst Rollstuhlfahrer, berichtete auch von konkreten Verbesserungen für Körperbehinderte. „Für uns gibt es jetzt die große Rennbahn, wirklich ein toller Spielplatz“, schwärmte er. Zuvor seien viele Geräte „fast auseinander gefallen“ und wurden „immer gefährlicher“.

Bürgermeister Fabian unterstrich ebenfalls die Verbesserungen für Schüler mit Handikap: „Das Entscheidende ist, dass das Gelände barrierefrei ist.“ Sportbürgermeister Rosenthal sekundierte und übergab – zur erneuten Freude der Schüler – als Einweihungsgeschenk der Stadt mehrere Fuß- und Basketbälle. „Was hier geleistet wurde, ist sehr bemerkenswert. Nicht an jeder Schule in Leipzig sind die Verhältnisse so“, sagte Rosenthal.

Womit der Beigeordnete möglicherweise mehr aussprach als er sagen wollte. Bei über 500 Millionen Euro liegt nach Recherchen der Leipziger Volkszeitung momentan der Investitionsbedarf an Leipzigs Schulen. Die Stadt will den Investitionsstau in den kommenden Jahren mit jährlichen Ausgaben von 30 Millionen Euro abbauen.

An der Albert-Schweitzer-Schule wollen die Verantwortlichen zum Abschluss der Umgestaltung noch ein Karussell für Rollstuhlfahrer errichten – allerdings aus Spenden finanziert.

Alexander Laboda

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