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Kinderbetreuung in Leipzig: SPD will Firmen stärker in die Pflicht nehmen

Kinderbetreuung in Leipzig: SPD will Firmen stärker in die Pflicht nehmen

Bei der Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen erwartet die SPD ein stärkeres Engagement der Wirtschaft. In einem Antrag, der im März dem Stadtrat zur Abstimmung vorliegt, fordert die Fraktion explizit städtische Unternehmen auf, betriebsnahe Tagesstätten einzurichten.

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Ob Betriebs- oder kommunale Kindertagesstätte - jeder Platz wird gebraucht. Die Politik wünscht sich vor allem seitens der Unternehmen mehr Mitwirkung.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Dies ist auf verschiedene Weise möglich. "Mit einem Zuschuss an den Baukosten können sich Firmen nicht nur Zugriff auf eine bestimmte Zahl von Betreuungsplätzen für ihre Mitarbeiter sichern, sondern auch Einfluss darauf nehmen, dass die Kita in der Nähe zum Betrieb steht und die Öffnungszeiten an die Bedürfnisse der Firma angepasst sind", erklärt der sozialpolitische Sprecher der Fraktion, Christopher Zenker. Insofern sei das Thema nicht nur angesichts des derzeitigen Kitaplatz-Mangels, sondern auch in Zukunft von Bedeutung. Es dürfe allerdings kein von einer Firma ungenutzter Platz frei gehalten werden, sagte Zenker.

Das einzige kommunale Unternehmen, das eine Betriebs-Kita unterhielt, zog 2014 dieses Angebot zurück. Das Klinikum St. Georg war nach zwei wirtschaftlich turbulenten Jahren nicht mehr in der Lage, die Kita selbst zu betreiben.

Drei Konzerne beteiligten sich in Leipzig bislang direkt an Kita-Investitionen. So steuerte der Autobauer BMW 300 000 Euro zum Neubau der Tagesstätte in Plaußig bei und trug damit ein Sechstel der Gesamtkosten. Im Gegenzug sicherte er sich 30 der 80 Betreuungsplätze für seine Mitarbeiter. Die Telekom stellt 70 000 Euro für das Inventar einer Kita bereit, die derzeit in der Kohlgartenstraße errichtet wird. Das Logistikunternehmen DHL und dessen Luftverkehrstochter European Air Transport (EAT) tragen 490 000 Euro der Baukosten (2,2 Millionen Euro) für die gerade entstehende Kita in der Stahmelner Straße 8. "Mit einer DHL-nahen Kita möchten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, Familie und Beruf besser in Einklang zu bringen und sind überzeugt, dass dieses Angebot auf große Zustimmung stößt", erklärte Ralph Wondrak, Vorsitzender der Geschäftsführung von DHL Hub Leipzig. 35 Kinder von DHL-Beschäftigten können diese Kita künftig nutzen. Die Zahl habe sich nach Umfragen unter der Belegschaft ergeben. Von den 35 Plätzen seien 15 für Kinder unter drei Jahren geeignet. Insgesamt ist die Kita für 120 Plätze ausgelegt. "Ich bin überzeugt, dass sich diese Investition lohnt", sagte EAT-Chef Markus Otto, "denn zukünftige Arbeitnehmer wählen ihren Job zunehmend nach Attraktivität aus."

Aber es gibt noch andere Möglichkeiten, die Bereitstellung von Kita-Plätzen zu unterstützen. Nach Rathausinformationen haben Betriebe auch schon innerstädtische Grundstücke für Tagesstätten zur Verfügung gestellt. Konkret handelt es sich um die Kitas in der Liebig-, Delitzscher, Paul-List-, Linné- und Brüderstraße sowie auf dem Gelände des St.-Elisabeth-Krankenhauses. Stadtrat Zenker sieht hier besonders beim kommunalen Wohnungsvermieter LWB Reserven. "Die haben mit Sicherheit Grundstücke, die sich für Kitas eignen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.02.2015

Klaus Staeubert

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