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Lokales Kita-Platzvergabe bleibt ein heißes Thema - Rathaus stellt Erfahrungen mit Internet-System vor
Leipzig Lokales Kita-Platzvergabe bleibt ein heißes Thema - Rathaus stellt Erfahrungen mit Internet-System vor
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08:43 09.09.2010
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"Ich finde, wir sind mit diesem System einen großen Schritt nach vorn gekommen", sagte Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD). "Das System als solches funktioniert sehr gut."

Doch was er dann von anwesenden Journalisten zu hören bekam, wird dem Rathaus-Mann noch lange in den Ohren klingen: Bei der Vergabe der knappen Krippenplätze gehe es doch alles andere als gerecht zu, monierten Medienleute, die selber kleine Kinder haben. Einzelne sprachen sogar von "mafiösen Verhältnissen".

Thomas Schmidt vom Jugendamt plädierte dennoch dafür, den Leitungen der einzelnen Einrichtung zuzugestehen, "einen kleinen Pool an Plätzen" selbstständig zu vergeben. Sie seien schließlich dafür verantwortlich, dass die Mischung der Gruppen stimme. Es gebe auch Einrichtungen, die sich gegen die Aufnahme in das internetgestütze Auskunfts- und Reservierungssystem sperren, bekannte Schmidt. Gegen sie würden rechtliche Schritte geprüft. Das neue System sei aber immer nur als Ergänzung zur ganz normalen Platzvergabe gedacht gewesen - als eine Art erster Überblick, der das Gespräch in den Einrichtungen nicht überflüssig mache. Wer auch dann noch keinen Platz für seinen Sprössling gefunden habe, sei gut beraten, im Jugendamt anzuklopfen. Schmidt: "Wir versuchen den Eltern, die richtig an die Wand gedrängt sind, zu helfen. Dies gelingt auch meist - aber sie müssen sich erst einmal selbst bemühen. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Krippe."

Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden seit der Einführung des neuen Systems im Dezember 2008 151 der insgesamt 217 Kindertagesstätten eingebunden. Zurzeit stünden neben 4761 Krippenplätzen 1731 Tagespflegeplätze zur Verfügung. Im Oktober werde das Elternportal des Internetauftritts ausgebaut. Dann soll ein Modul "Tagespflege" die Angebotsübersicht für die Betreuung unter Dreijähriger ergänzen. Gleichzeitig würden der Reservierungszeitraum in drei Monatsschritten von drei auf sechs Monate erweitert und ein "aktives Vorschlagssystem zu freien Plätzen" eingearbeitet. Allerdings werde auch dies die Wartelisten in den Kindertagesstätten nicht überflüssig machen, hieß es.

Andreas Tappert

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