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Lokales Rund 3000 Erzieher demonstrieren in Leipzig - Streiks auch am Mittwoch
Leipzig Lokales Rund 3000 Erzieher demonstrieren in Leipzig - Streiks auch am Mittwoch
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19:44 19.05.2015
Rund 3000 Teilnehmer bei der verdi-Demo in Leipzig. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Streiks in sächsischen Kindertagesstätten werden auch am Mittwoch fortgesetzt. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sind Kita-Mitarbeiter in Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Plauen und Freiberg aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen. Wie viele Kindergärten und Horte genau betroffen sind, konnte ein Verdi-Sprecher nicht sagen. In Leipzig soll es um 13 Uhr vor dem Rathaus eine gemeinsame Kundgebung der Gewerkschaften Verdi und GEW geben.

Rund 3000 streikende Erzieher hatten am Dienstag in Leipzig für eine bessere Bezahlung demonstriert. Die Teilnehmer der zentralen Kundgebung kamen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sie machten vor dem Bundesverwaltungsgericht mit Trillerpfeifen und Tröten ordentlich Lärm. Viele reckten Transparente in die Höhe, auf denen sie „Faire Löhne für gute Arbeit“ oder eine „Aufwertung für große Verantwortung“ forderten.

Nach einer dreistündigen Kundgebung verlief der Aufzug zwischen 14 und 15 Uhr vom Simsonplatz über die Beethovenstraße zur Anton-Bruckner-Allee. Am Rande sei mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen, teilte das Ordnungsamt mit.

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Rund 3000 Erzieher demonstrieren am Dienstag, 19. Mai 2015, in Leipzig. Unter dem Motto "Wir sind es wert" kämpfen sie für eine Aufwertung ihres Berufsstands. Fotos: André Kempner

Die Erzieher sind bundesweit seit dem 8. Mai in einem unbefristeten Streik. Zuvor waren fünf Tarifverhandlungsrunden ergebnislos geblieben. Verdi fordert eine bessere Eingruppierung für Erzieher und Sozialpädagogen, was unterm Strich ein durchschnittliches Lohnplus von zehn Prozent ergäbe. Das ist aus Sicht der Kommunen als Träger in der Regel nicht finanzbar.

Achim Meerkamp, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand und Tarifverhandlungsführer, rief die Arbeitgeber in Leipzig dazu auf, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. „Wenn die kommunalen Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, dann brauchen wir keine zwei bis drei Stunden, dann sind wir am Verhandlungstisch“, sagte Meerkamp. Die Kommunalen Arbeitgeber haben zuletzt ihrerseits immer wieder gefordert, Verdi solle zu den Verhandlungen zurückkehren. Meerkamp sagte, auch der Bund und die Länder seien jetzt in der Pflicht. „Bund und Länder sind diejenigen, die die Verantwortung für die Kindertagesstätten tragen - und die sollen die Kommunen auch unterstützen.“

Diese Kitas bleiben am Dienstag (19.5.) und Mittwoch (20.5.) in Leipzig geschlossen:

 An der Lehde 14 (Notfallbetreuung: An der Lehde 12)
 Eisenacher Str. 38 (Notfallbetreuung: Hermann-Liebmann-Str. 99)
 Ferdinand-Rhode-Str. 17 (Notfallbetreuung: Eisenbahnstr. 52)
 Hans-Otto-Str. 2a (Notfallbetreuung: Hans-Otto-Str. 2b)
 Lerchenrain 14-16 (Notfallbetreuung: Eisenbahnstr. 52)
 Reichelstr. 5 (Notfallbetreuung: Eisenbahnstr. 52)
 Tarostr. 9 (Notfallbetreuung: Sternwartenstr. 30)

Die Stadt Leipzig informiert jeweils aktuell zur Betreuungssituation in den kommunalen Einrichtungen.

(mit dpa)

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