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Lokales Klangarchäologie, Erfindergeist
Leipzig Lokales Klangarchäologie, Erfindergeist
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07:00 11.08.2016
Auch die Museumsfeldbahn am Lindenauer Hafen ist bei den Tagen der Industriekultur im Einsatz. Sie fährt am Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr. Quelle: André Kempner
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Leipzig


Obwohl die eigentliche Eröffnungsveranstaltung am heutigen Donnerstag erst ab 17 Uhr im Kunstkraftwerk in der Saalfelder Straße 8b mit klangarchäologischen Einlagen, auditiven Grenzbespielungen, Filmvorführungen, Vorträgen und Grußworten über die Bühne geht, wird schon tagsüber Einlass in diverse Unternehmen und museale Einrichtungen gewährt. Auch eine Konferenz ist anberaumt: In der VDI-Garage, Karl-Heine-Straße 97, wird bei der Tagung „Luftfahrt in Leipzig – gestern, heute, morgen“ ab 10.30 Uhr in Wort und Bild abgehoben. Künstlerisch bespielt wird die Ruine des ehemaligen VEB Polygraph an der Georg-Schwarz-Straße 185 – um 18 Uhr steigt dort die Vernissage für eine multimediale Ausstellung und diverse Performances unter dem Motto „If Paradise is Half as Nice“.

Erfindergeist und Mut zu Innovationen haben in Sachsen Tradition: „Land der Ingenieure“ ist deshalb eine Ausstellung überschrieben, die am Freitag um 15 Uhr im Nieperbau der HTWK in der Karl-Liebknecht-Straße 145 öffnet. Dass das Automatikmuseum der HTWK sein Magazin fürs Publikum aufmacht, hat Seltenheitswert. Am Freitag von 9 bis
12 Uhr sowie 13 bis 16 Uhr gibt es diese Besichtigungsmöglichkeit in der Wächterstraße 13. Rundgänge werden morgen unter anderem durch das Archiv der Messe, die historische Anlage der Werkssiedlung Schimmel & Co in Miltitz, die Konsum-Zentrale in Plagwitz und das technische Zentrum in Heiterblick offeriert. Für viele der bei den Industriekulturtagen offerierten Führungen sind allerdings Voranmeldungen nötig. Zu den Firmen, die am Freitag einladen, gehören beispielsweise die Edelstahlgießerei Keßler & Co. und das Zahnradwerk.

Auf wirtschaftshistorischen Spuren lässt sich am Sonnabend unter anderem im Museum für Galvanotechnik (Torgauer Straße 76b) wandeln. Das Eisenbahnmuseum in Plagwitz steht dann im Zeichen des Sommerfestes und auf dem Monopol-Areal sind Ateliers und Werkstätten geöffnet. Bei geführten Touren haben die Interessenten die Qual der Wahl: Ehemalige Bleichert-Werke, Graphisches Viertel, MDR, Werk 2, Arena am Panometer. Die LVZ-Druckerei in der Druckereistraße 1 kann am Samstag um 20 Uhr inspiziert werden – aufgrund der nur noch wenigen Restplätze wird unter a.melchior@lvz.de oder 0341 21815702 um Anmeldung gebeten. Ins Blickfeld gerückt wird am Sonnabend ebenso das ehemalige Kino der Jugend in der Eisenbahnstraße 162. Die Mitglieder der IG Fortuna wollen das Gebäude erhalten und das frühere Lichtspielhaus zum multifunktionalen Kultursaal umgestalten, befürchten aber, dass die Pläne durch Abriss oder Verkauf der Immobile zunichte gemacht werden könnten. Am Sonnabend um 15 und 21 Uhr finden dort Führungen statt, abends wird das Gebäude illuminiert.

Nochmals laden die IG Fortuna und die Abteilung Stadtbeleuchtung am Sonntag um 15 Uhr auf das Gelände ein. Am letzten Tag der Industriekultur-Schaffe sind unter anderem avisiert: Rundgänge auf der Alten Messe und entlang der früheren Anschlussgleise in Plagwitz sowie Fahrten mit der Schute „Luise“ über den Karl-Heine-Kanal. Und am Lindenauer Hafen tuckert die Museumsfeldbahn los.

www. industriekultur-leipzig.de

Von Mario Beck

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