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Lokales „Klasse!“ – Punktlandung für neue Küche im Haus Lebensweg
Leipzig Lokales „Klasse!“ – Punktlandung für neue Küche im Haus Lebensweg
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12:27 24.12.2016
Profis bei der Arbeit: In gut zwei Stunden hatten Marko Becker und Enrico Rost (von links) von der Firma Bauservice Großenhain sowie Henri Knaak vom Leipziger „Küchenstudio der besonderen Art“ im Barfußgäßchen das neue Schmuckstück samt aller Geräte und Anschlüsse im Haus Lebensweg installiert. Quelle: Knofe
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Leipzig

Es war denkbar knapp. Am Freitagvormittag herrschte noch mal kurz Aufregung um die neue Küche, die im Haus Lebensweg der Leipziger Diakonie so dringend gebraucht wird. Denn der Fahrer der Transportfirma, die die passenden Schränke und Arbeitsplatte der Marke Alno aus Baden-Württemberg anliefern sollte, stand auf der Autobahn im Stau, kam nicht vorwärts. Statt früh 8 Uhr traf das Fahrzeug erst kurz nach Mittag in der Martinstraße von Anger-Crottendorf ein.

Doch Frank Moritz, Chef der Leipziger Firmen Stadtbild-Projekt GmbH sowie Bauservice Großenhain GmbH, ließ keine Zweifel aufkommen. „Wie versprochen wird die Küche pünktlich zu Weihnachten stehen“, sagte er. Bereits am Donnerstag hatten seine Mitarbeiter den maroden Vorgänger in einer Gemeinschaftswohnung von drei sehr jungen Müttern und ihren Kindern demontiert, zugleich durchweg neue Geräte (Geschirrspüler, Herd, Cerankochfeld, Mikrowellengrill, Dunstabzugshaube) der Marke Bosch angeliefert. Wie berichtet, war Moritz sofort nach dem Beginn der LVZ-Spendenaktion am 1. Advent angetreten, den größten Wunsch der Bewohner im Haus Lebensweg zu erfüllen. Die Kosten von mehreren Tausend Euro übernahm er gemeinsam mit dem „Küchstudio der besonderen Art“ aus dem Barfußgäßchen. Dessen Geschäftsführer Mario Portius erzählte gestern, dass er seine guten Kontakte zum Hersteller einsetzen musste, um die 3,20 Meter lange neue Zeile in Pinienholz-Optik rechtzeitig vor dem Fest zu erhalten. Außerdem hatte Portius noch etliche Schoko-Nikoläuse und ein großes Paket Geschirrspültabs für die Bewohner im Haus Lebensweg mitgebracht.

Während drei Profi-Handwerker von beiden Unternehmen die neue Küche installierten, strahlten Ricarda Reichel, die Leiterin vom Haus Lebensweg, und ihre Mitarbeiterinnen um die Wette. „Das ist wirklich Klasse!“, sagte sie. „Durch den Einsatz dieser Firmen und der vielen lieben Spenden von den LVZ-Lesern können wir jetzt noch mal in allen 13 Wohnungen schauen, was dringend erneuert werden muss.“ Auf jeden Fall erhalte die Wohngemeinschaft der drei Mütter noch eine Sitzgruppe in der Küche, der Abenteuerspielraum für die Kinder das schon lang ersehnte Podest, auch werde für die größeren Kinder zusätzliches Beschäftigungsmaterial angeschafft. Diakonie-Sprecherin Susanne Straßberger dankte ebenfalls der Zeitung und ihren Lesern „für die tolle Hilfsbereitschaft“. Falls im Haus Lebensweg nicht die ganze Spendensumme von exakt 11 931 Euro benötigt wird, wolle die Diakonie damit auch noch eine wetterfeste Tischtennisplatte für das Diakonissenhaus in Borsdorf anschaffen, wo am 1. Februar 2017 eine stationäre Jugendhilfe-Einrichtung mit22 Plätzen den Betrieb aufnehmen soll.

„Unsere Leser sind einfach großartig“, lobte Björn Meine, Leiter der LVZ-Lokalredaktion, die hohe Spendenbereitschaft. Obwohl das Problem mit der Küche alsbald in guten Händen lag, hätten sich211 Leser ein Herz gefasst und mit ihrer Spende für das Haus Lebensweg ein wunderbares Licht im Advent entzündet.

jr

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