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Lokales Kleingartensparte Miltitz am See: Aus der Parzelle in den Kulki
Leipzig Lokales Kleingartensparte Miltitz am See: Aus der Parzelle in den Kulki
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23:59 21.04.2014
Zufriedene Kinder: 45 süße Nester hatten die Osterhasen um Birgit Erbstößer (zwischen den Hasenohren) versteckt. Quelle: André Kempner

Maira (2), Alicia (0), Pascal (9) und ihre Freunde hatten keine Mühe, die Verstecke ausfindig zu machen. Als Kind hatte Erbstößer sich hier selbst auf die Suche nach Süßigkeiten gemacht. Jetzt gehört die 47-jährige dreifache Mutter zu den Organisatoren des traditionellen österlichen Eiersuchens im Verein - der im 39. Jahr seines Bestehens seine Zukunft nicht dem Zufall überlassen will.

Vorige Woche habe eine Familie mit drei Kindern eine leerstehende Parzelle übernommen und nach Ostern sei ein weiteres neues Vereinsmitglied in Sicht. Nicht alle Tage hat Horst Idel, der Vereinsvorsitzende, solche gute Nachrichten parat. Im kommenden Jahr feiern die Kleingärtner das 40-jährige Bestehen ihrer Gemeinschaft. "Als wir hier anfingen, waren wir so um die 30, 40 Jahre alt. Wegen des entstehenden Neubaugebiets Grünau musste 1975 die ursprüngliche Anlage mit rund 400 Parzellen vom späteren WK 2 verschwinden und wurde auf drei Ausweichstandorte verteilt. Wir entschieden uns für die Nähe zum Kulkwitzer See. Inzwischen musste mancher Gartenfreund aus Kraft- und Altersgründen schon nach einem Nachfolger Ausschau halten", sagt der 72-jährige Idel. So um die sechs Grundstücke seien ständig vakant. "Wenn eine Fläche aber zu lange verwaist ist, finden wir nur schwer neue Pächter", betont Schriftführerin Kathrin Vetter (44). Mit Ehemann Axel (50) bewirtschaftet sie mittlerweile den Garten ihrer Eltern. Ebenso wie Birgit Erbstößer (47), der es darüber hinaus am Herzen liegt, das gesellige Leben im Verein in Schwung zu halten. Neben der Ostereier-Suche gibt es da noch das jährliches Sommerfest (diesmal im Juli), drei Skatturniere, eine Nikolausfeier und die Frauennachmittage, bei denen zum Beispiel Adventsgestecke entstehen.

Aber damit nicht genug. Beim Rundgang durch die schmucke und im Vorjahr als "Schönste Kleingartenanlage" der Klasse mit mehr als 200 Gärten geehrte Anlage präsentiert Rudi Marinak (63) dem Vorstand gleich seine neuen Häuschen für die Schmetterlingswiese. Dort und am Biotop mit Insektenhotel und Igelhäuschen hat der passionierte "Baumaler" bereits seine Spuren hinterlassen. "Jetzt sind noch die Gartennummer dran", erzählt er. Ob im Lilien-, Astern- oder Rosenweg - jeder, der es wünsche, bekomme sein individuelles Schild.

Und das nächste Projekt wartet bereits: "Unser Lehr-, Nasch- und Sinnespfad", sagt Schatzmeisterin Brigitte Ahlert (63), die dafür gerade erst eine Zuwendung aus den PS-Losen der Sparkasse Leipzig in Empfang nehmen konnte. Vom Grünflächenamt seien außerdem die Fördermittel bewilligt worden. "Nun können wir das Gelände an den Rabatten gestalten, zu dem nicht nur ein Obstgitter gehören wird, an dem wir den Baumschnitt erklären, sondern dann auch Bäume stehen, von denen auch genascht werden darf. Mitte Juli zum Gartenfest soll der Anfang gemacht sein", so Ahlert.

"Wir wollen unsere Kleingartenan- lage attraktiv erhalten. Für jene, die schon da sind, und für neue Mitglieder, denn unsere drohende Überalterung ist nun mal nicht wegzureden", sagt Idel. Dabei habe "Miltitz am See" neben seinen 472 Mitgliedern und 264 Parzellen mit 360 bis 460 Quadratmetern Fläche eben auch den Kulki vor der Gartentür zu bieten. "An heißen Tagen schnappe ich mir mehrmals täglich mein Handtuch und springe quasi aus meiner Parzelle gleich in den See", lacht der Vereinschef.

iInteressenten sind jeden zweiten Mittwoch 18 bis 19 Uhr im Vereinsheim willkommen

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.04.2014

Lachmann, Cornelia

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