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Lokales Kleinmesse-Schausteller haben Angst vor Fanbussen
Leipzig Lokales Kleinmesse-Schausteller haben Angst vor Fanbussen
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17:50 02.10.2015
Seit Freitag laden die Fahrgeschäfte am Cottaweg wieder Groß und Klein ein. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Freundliches, sonniges Herbstwetter – da lacht das Schaustellerherz! Seit Freitag herrscht am Cottaweg wieder Kleinmessetrubel. Das dritte Mal in diesem Jahr. Leipzigs Schaustellerverein hatte nach der traditionellen Frühjahrsofferte bekanntlich noch eine Sommereinlage als Beitrag zum 1000-jährigen Stadtjubiläum in diesem Jahr eingeschoben. Nun versprechen die Versorgungs- und Fahrgeschäfte noch einmal bis zum 25. Oktober täglich ab 14 Uhr jede Menge Gaudi für Groß und Klein.

Allein: Vor dem 4. Oktober haben Leipzigs Schausteller etwas Bammel. Grund dafür ist das Fußballspiel zwischen RB und dem 1. FC Nürnberg im benachbarten Stadion. „Wie wir informiert wurden, sollen da direkt im Cottaweg 40 Fan-Busse aus Nürnberg anrollen und die ganze Zeit über dort auch parken. Die schmale Straße selbst soll während dessen zur Einbahnstraße werden“, sagt Vereinschef Jürgen Seiferth und hegt so seine Zweifel: „Sollte es zu Fan-Ausschreitungen kommen, werden die vermutlich vor unserem Kleinmessegelände nicht halt machen und ich bezweifle, ob die Polizei es schafft, für unsere Besucher und uns die nötige Sicherheit herzustellen.“ Auch rein verkehrstechnisch besehen treibt Seiferth und Kollegen die Sorge um. „Wer mit dem Auto zur Kleinmesse kommen will und den Cottaweg plötzlich als Einbahnstraße vorfindet, verfährt sich bestimmt in dem Chaos. Und sicher sind die Fußballfans, die auf ihre Eintrittskarte auch gratis mit den Straßenbahnen fahren dürfen, an dem Tag so zahlreich in jenen Verkehrsmitteln unterwegs, dass es Familien mit Kindern abschreckt, sich da per Bahn zu uns zu begeben.“ Den Gedanken weiterführen mag Seiferth gar nicht: „Wir ringen um Attraktivität, versuchen ständig neue Fahrgeschäft-Unternehmen für unsere Messe zu gewinnen. Doch wenn für die der Umsatz nicht stimmt und ihr Kommen nach Leipzig mit Sicherheitsbedenken einhergeht, verkommen wir wohl eines Tages zur Dorfkirmes.“ Kleinmessegeschehen und parallel dazu Fußballspiele – die Schausteller sehen darin durchaus eine heikle Seite. „Irgendwie“, so Seiferth, „ist es Zeit, dass wir, Polizei, Ordnungsamt und RB vielleicht ja doch mal an einem Tisch gemeinsam darüber reden, was bisher aus verschiedenen Gründen leider noch nicht gelang“.

In Gänze währt das Messe-Spektakel nun aber erst mal drei Wochen lang. Mit manch einer Überraschung. So ist unter anderem erstmals Fuzzy’s Lachsalon aus Hamburg mit dabei. Wer geschickt und intakt in den Knochen ist, kann sich da drinnen ziemlich hoch kraxeln, einen tollen Überblick übers Areal erhaschen und dann wahlweise per 24 Meter langer Ringelwurmrutsche oder einer Art „Absturzlift“ wieder Boden unter den Füßen gewinnen.

Und klar: Freitags ab 19 Uhr ist Ladies Night (vieles ist da für einen Euro zu haben), mittwochs ist Familientag (mit reduzierten Preisen und manch einer Überraschung). Am 17. Oktober wollen die Musikanten der Guggemusik „Überdosis“ einen Lampionumzug auf dem 40 000-Quadratmeter großen Messegelände lautstark und bunt kostümiert anführen – die Leuchtelemente gibt’s übrigens gratis, Treff ist am Haupteingang. Und damit die Messe anno 2015 schön ausklingt, steigt auch nochmal am 24. Oktober abends ein spektakuläres Höhenfeuerwerk.

Von Angelika Raulien

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