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Lokales Klinik mit Sportplatz
Leipzig Lokales Klinik mit Sportplatz
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Blick ins kleine Sportplatzareal: Göran Wild und Christina Schilhabel zeigen, was hier unter anderem an Kraft und Ausdauer trainierbar ist. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Es ist, zugegeben, nur ein 200-Quadratmeter-Areal, das die Klinik aus privater Hand pachten konnte. Doch das Gelände ist raffiniert ausgestattet - mit vielfältigsten Trainingsmöglichkeiten für Rehabilitation und Physiotherapie.

40.000 Euro hat die Mediplus dafür in die Hand genommen. "Eine Investition, die sich sicher lohnt. Es gibt so viele Dinge, die man in geschlossenen Räumen einfach schwer machen kann", erklärt Göran Wild, Chef der auf chirurgische, unfallchirurgische und orthopädische Fächer spezialisierten Klinik. Betreut wird hier auch knapp ein Dutzend Ballsport-Mannschaften. Die Uni Riesen Leipzig etwa. "Sind die Sportler nach einer Verletzung am Ende ihrer Reha angelangt, ist es schon hilfreich, wenn sie sich wieder real auf ihren Einsatz vorbereiten können", erzählt Wild. "Aber dazu braucht es eben mal einen originalen Basketballkorb für die Wurfübungen, der allerdings in gut drei Metern Höhe hängen und darüber noch zwei Meter hinaus Platz haben muss. Auch ein Handballer, der wieder aktiv sein Team verstärken will, möchte vorher nochmal das Werfen aus 25 Metern Entfernung ins Tor trainieren."

Eine kleine Übungsstrecke mit wechselndem Untergrund - rollenden Balken, groben Steinen oder winzigem Trampolin - macht sich hingegen zum Ertüchtigen verletzter Sprunggelenke gut. "Gerade nach einer Operation gilt es, die Koordination wieder in den Griff zu kriegen", meint der Klinik-Chef. Und weil er aus Erfahrung weiß, wie schwer es etwa Menschen mit einer Beinprothese haben, nicht nur geradeaus zu gehen sondern auch Anstiege zu erklimmen, gibt es eine Übungsrampe für diese Zwecke. "Sie ist viereinhalb Meter lang. Das kann man auch nicht in jedem Zimmer aufstellen", sagt Wild.

Angeboten werden können auf der neuen Freiluft-Anlage zudem diverse Kurse des so genannten Functional Trainings. "Das ist ein besonders intensives Training, wo es um Athletik, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit geht", klärt Christina Schilhabel auf. Sie ist Ansprechpartnerin für den Reha-Bereich sowie die Aktivitäten des mit der Klinik eng verbandelten Gesundheitssportvereins Fit4Life, der ebenfalls von der Anlage profitieren soll. Unter anderem birgt letztere dafür einen kleinen Trainingsparcours und eine Tartanbahn.

Nicht zuletzt liegt Mediziner Wild und Mitstreitern der Kindersport im Revier am Herzen. "Wir haben hier zwei Kitas in der Nähe und weitere in der Umgebung, denen möchten wir uns öffnen, die können hier gern mit ihren Kindern herkommen und Sport treiben", sagt Wild.

Quasi um die Ecke, in Luther- und Kohlgartenstraße, stehen die zwei neuen Kindertagesstätten kurz vor ihrer Eröffnung. Träger der einen wird der Verein Fairbund sein. Der habe sein Interesse an etwas Sportplatznutzung bereits signalisiert, erzählt der Klinik-Chef.

Wer sich die ganze Anlage mal anschauen mag, kann sich den 16. September vormerken: Das Klinikteam will dann zum Tag der offenen Tür auf seinen kleinen Platz einladen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2015

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