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Lokales Könneritzstraße - Pläne sind fast fertig, erste Kritik wird laut
Leipzig Lokales Könneritzstraße - Pläne sind fast fertig, erste Kritik wird laut
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14:19 19.05.2015
Herausforderung Könneritzstraße: Die Umgestaltung der alten Einkaufsmeile ist schwierig. Viele Schleußiger wollen deshalb bei den Planungen mitreden. Quelle: André Kempner

Schon im Frühjahr 2015 sollen die ersten Leitungsverlegungen starten.

Diese Entwicklung kommt für die meisten Schleußiger überraschend. Denn sie haben die Neugestaltung der heruntergekommenen Einkaufsstraße seit Jahren zwar vehement gefordert (die LVZ berichtete), doch in die Planungen wurden bislang nur die direkten Anlieger der Straße einbezogen. "Ich bin der Meinung, dass nicht nur die unmittelbar an der Könneritzstraße liegenden Gewerbetreibenden primär hätten informiert werden sollen", ärgert sich zum Beispiel LVZ-Leser Burkhard Hirzinger. Die Details der Planungen würden schließlich einen deutlich größeren Teil der Schleußiger interessieren. "Immerhin gehöre ich zu den 1200 bis 1500 Anwohnern der Querstraßen, die bisher vom Straßenbahnlärm terrorisiert werden", so Hirzinger.

Dass die internen Pläne erklärungsbedürftig sind, zeigt die erste Reaktion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), dessen Experten die Planungen einsehen durften. Vorsitzender Christoph Waack lobt zwar, dass die Gehwege der Könneritzstraße in ihrer heutigen Breite erhalten und auf der neuen Fahrbahn Schutzstreifen für Radfahrer angebracht werden sollen. Doch gleichzeitig kritisiert er, dass im Nordabschnitt der Trasse der Radler-Schutzstreifen mit 1,25 Metern sehr schmal vorgesehen ist. "Regelkonform wären 1,50 Meter, um den Radfahrenden ausreichenden Bewegungsraum zur Verfügung zu stellen", so Waack.

Als "besonders problematisch" bezeichnet der ADFC-Vorsitzende die geplante Einbindung der Schnorrstraße. Diese Kreuzung sei "überdimensioniert" und müsse noch mit Gehwegnasen - also bauliche Verlängerungen der Fußwege in den Straßenraum hinein - ausgestattet werden, um die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger zu erhöhen.

Kritisch betrachtet der ADFC auch die Planung der Kreuzung Industriestraße. Dort müsse dem Radverkehr stärker Rechnung getragen werden, weil die östliche Industriestraße eine durchlässige Sackgasse in Richtung Auwald ist.

Im Technischen Rathaus heißt es, der Schutzstreifen im Nordabschnitt der Könneritzstraße könne wegen der vorhandenen Baumreihe nicht breiter werden. Auch die Einmündung der Schnorrstraße könne wegen der vorhandenen Bebauung und der geplanten neuen Markierungen nicht anders gestaltet werden. Es sei zudem unmöglich, den querenden Radverkehr auf der Industriestraße mit Schutzstreifen über die Könneritzstraße zu führen. Dies ließen die übrigen Verkehrsströme nicht zu.

Das Verkehrs- und Tiefbauamt gelobt allerdings Besserung bei der Kommunikation nach außen: Es will eine Informationsveranstaltung für alle Schleußiger durchführen, sobald die Änderungswünsche der direkten Anlieger in die Pläne eingearbeitet worden sind. Ein Termin dafür steht allerdings noch nicht fest.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.03.2014
Andreas Tappert

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