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Lokales Könneritzstraße in Leipzig-Schleußig: Linke fürchtet Aufschub der Sanierung bis 2016
Leipzig Lokales Könneritzstraße in Leipzig-Schleußig: Linke fürchtet Aufschub der Sanierung bis 2016
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23:08 31.01.2013
Passanten überqueren die Könneritzstraße im Leipziger Stadtteil Schleußig. Die Straße muss seit Jahren dringend saniert werden. Quelle: Andreas Doering
Leipzig

„Wir vermuten eine Verschiebung der Sanierung bis 2016, denn erst dafür sind die Baukosten von knapp 1,4 Millionen Euro vorgesehen“, erklärte am Donnerstag der verkehrspolitische Sprecher der Leipziger Linken, Jens Herrmann-Kambach.

Edeltraut Höfer, Chefin der Baubehörde, hatte gegenüber der LVZ von einem Beginn der Arbeiten im Frühjahr 2015 gesprochen. Mit Bürgern und Händlern solle im Verlauf des Jahres 2014 gesprochen werden. Den jüngsten Aufschub des Vorhabens begründete Höfer mit dem hohen zeitlichen Aufwand, den die Beamten für das Großprojekt Karl-Liebknecht-Straße betreiben müssten. Die Magistrale in der Südvorstadt sei das „vordringliche Projekt“.

Für viele Schleußiger ist indes bereits die Verschiebung auf 2015 inakzeptabel. „Oberbürgermeister Burkhard Jung hat uns 2009 hoch und heilig versprochen, die Könneritzstraße im Jahr 2010 grundhaft auszubauen“, sagte etwa Stefan Walther vom Bürgerverein Schleußig. Seitdem würden die Anwohner und Händler Jahr für Jahr vertröstet. „Der Zeitpunk 2015 ist völlig indiskutabel“, so Walther. Auf der Könneritzstraße ist nicht nur die Fahrbahn völlig verschlissen, auch im Untergrund müssen viele Leitungen neu gelegt werden.

„Dass die Schleußiger den katastrophalen Zustand der Könneritzstraße nicht mehr geduldig ertragen wollen, ist absolut nachvollziehbar und schon lange überfällig“, äußerte Linken-Sprecher Herrmann-Kambach Verständnis für die Haltung der Anwohner. Seine Fraktion sowie die von Bündnis 90/Grüne hätten mehrfach Anträge in die Ratsversammlung eingebracht, um das Vorhaben zu beschleunigen. Eine Initiative der beiden Parteien für den aktuellen Haushalt habe im Stadtparlament jedoch keine Mehrheit gefunden. Das Thema müsse nun im öffentlichen Fokus bleiben. Die Bürger ermutigte Herrmann-Kambach, die Zusagen der Verwaltung einzufordern.

ala/A.T.

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