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Lokales Kohlrabizirkus wird Sport- und Freizeitzentrum
Leipzig Lokales Kohlrabizirkus wird Sport- und Freizeitzentrum
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06:00 04.08.2018
29 Meter hoch und jeweils 75 Meter weit reichen die beiden Kuppeln des Kohlrabizirkus, der 1927 bis 1929 für den Handel mit Obst und Gemüse errichtet worden war. Bis 2010 gab es in der Südhalle schon mal einen Eisdom.
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Leipzig

Eisdom, Kletterhalle und ein Trampolinpark – die früheren Großmarkthallen an der Semmelweisstraße sollen zeitnah in ein Sport- und Freizeitzentrum verwandelt werden. Das teilte der Eigentümer Vicus Group auf LVZ-Anfrage mit.

Erstes Heimspiel gegen Hannover Indians

Bekanntlich hatten die Exa-Icefighters in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, nach ihrem jahrelangen Interim in Taucha wieder nach Leipzig zurückkehren zu können. Offenbar mit Erfolg! In dem bisher genutzten Zelt in Taucha hat der Abbau der Eisanlagen längst begonnen. Laut dem Oberliga-Spielplan für die neue Saison, der am Freitag veröffentlicht wurde, steht das erste Heimspiel am 30. September 2018 gegen die Hannover Indians im „Eisdom im Kohlrabizirkus“ an. Und zwar um 17 Uhr.

Gut angebunden auch für die Region

Der Mietvertrag für die komplette Nordhalle plus Nebenflächen im Kohlrabizirkus ist zwar noch nicht unterschrieben. Doch Icefighters-Geschäftsführer André Krüll (derzeit noch im Urlaub) sprühte zuletzt vor Optimismus, dass alles rechtzeitig klappt. Dann könnten auch Leipzigs Einwohner – außerhalb der Spiel- und Trainingszeiten des Vereins – in der neuen Arena bald wieder viele Schlittschuh-Runden drehen. Von 2000 bis 2010 gab es dort schon mal (allerdings in der Südhalle) „die größte überdachte Eislauffläche Deutschlands auf 2200 Quadratmetern“. Durch den S-Bahn-Haltepunkt an der Semmelweisstraße ist der Standort mittlerweile auch für Eishockey- und Kufen-Fans aus der Region ideal mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Mietvertrag ist fertig

Anfang 2017 hatte die Leipziger Vicus Group das imposante Gebäudeensemble von einem Vorbesitzer aus Rheinland-Pfalz erworben. „Der Mietvertrag für den Eisdom ist fertig, liegt derzeit aber noch bei den Anwälten zur stets üblichen juristischen Prüfung“, erklärte Vicus-Chef Michael Klemmer gegenüber der LVZ. „Wir sehen die Entwicklung sehr positiv und sind gern bereit, den Eissport in Leipzig zu unterstützen, wenn auch die Stadt weiterhin zu ihren Zusagen steht. Bislang verläuft die Zusammenarbeit sehr gut.“

2500 Sitzplätze können erweitert werden

Wie berichtet, beschloss der Stadtrat im Frühjahr, den Umzug der Icefighters mit 200 000 Euro zu unterstützen. Auf Grundlage einer bestehenden Baugenehmigung, die zuletzt noch Ergänzungen erfuhr, können am neuen Standort jetzt 2500 Sitzplätze für die Zuschauer eingerichtet werden. Später soll diese Zahl auf möglichst 4000 bis 4500 erweitert werden.

Gastronomie ist geplant

In einer sieben Meter hohen Seitenhalle des Kohlrabizirkus will die Firma Boulderlounge aus Chemnitz eine besondere Kletterhalle einrichten – auf 1800 Quadratmetern. „Bouldern ist Klettern in Absprunghöhe über Schaumstoffmatten. Man braucht dafür keine sicherungstechnischen Vorkenntnisse und keine teure Ausrüstung“, sagte Falk Zedler von dem Unternehmen, das im zweiten Quartal 2019 die Eröffnung feiern möchte. Dann soll es in der Lounge auch einen Fitness- und Gastronomie-Bereich sowie einen Indoor-Spielplatz für die Jüngsten geben.

Trampolinpark auf 5500 Quadratmetern

Für die 5500 Quadratmeter große Südhalle hat die Firma Superfly Air Sports aus Hessen den Mietvertrag für einen Trampolinpark schon unterschrieben. Superfly gehört zur US-Muttergesellschaft Circus Trix, dem größten Entwickler und Betreiber von Indoor-Trampolin-Parks der Welt. Für diese Vorhaben und den langfristigen Betrieb der Eishalle muss Vicus noch einen extra Bauantrag stellen. „Wir hoffen, es geht da zügig voran“, so Klemmer.

Von Jens Rometsch

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