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Lokales Kompletterneuerung: Leipziger Verkehrsbetriebe starten Ausbau der Bornaischen Straße
Leipzig Lokales Kompletterneuerung: Leipziger Verkehrsbetriebe starten Ausbau der Bornaischen Straße
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14:00 16.07.2013
Dirk Sikora von den LVB erklärt die Bauphasen an der Großbaustelle Bornaische Straße. Quelle: Felix Forberg
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Leipzig

Außerdem sollen drei Haltestellen ausgebaut werden. In der Zeit der Bauarbeiten kommt es zu Änderungen im Linienverkehr. Der Kfz-Verkehr wird weiträumig umgeleitet.

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Leipzig. Die Bornaische Straße in Connewitz bekommt ab Donnerstag ein Facelifting. Bis zum 26. Oktober werden dort unter anderem die nach Angaben der LVB „komplett verschlissenen“ Gleise sowie die Fahrleitungsanlagen erneuert. Außerdem sollen drei Haltestellen ausgebaut werden. In der Zeit der Bauarbeiten kommt es zu Änderungen im Linienverkehr. Der Kfz-Verkehr wird weiträumig umgeleitet.

Bei einem Vor-Ort-Termin an der Haltestelle Hildebrandstraße am Dienstag erklärte Holger Flache, Geschäftsbereichsleiter des Verkehrsmanagements der LVB: „In der Sommerzeit, besonders während der Ferien, haben wir auf allen Linien keinen Schülerverkehr. Insgesamt geht das Fahrgastaufkommen um 30 bis 40 Prozent zurück.“ Deswegen modernisieren die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) und die Stadt Leipzig unter Federführung der LVB ab 18. Juli bis Ende Oktober auf der Bornaischen Straße einen Abschnitt von 550 Metern Gleislänge. Insgesamt soll der Straßenraum neu aufgeteilt werden: Gleise werden versetzt, es entstehen Radwege und der Kfz-Verkehr rollt künftig auf nur einer Fahrspur in jede Richtung.

Haltestellen werden barrierefrei

Geplant ist darüber hinaus eine behindertengerechte Umgestaltung der Haltestellen Klemmstraße/S-Bahnhof Connewitz und Hildebrandstraße. Im Zuge dessen sollen die Bordkanten zum Ein- und Ausstieg erhöht und an die Gleise herangeführt werden.

Ein völlig neues Gesicht bekommt die Haltestelle/Wendeschleife Klemmstraße. Sie wird zu einem Verknüpfungspunkt zwischen Straßenbahn, Bus und S-Bahn umgebaut. Neben einer Buswendestelle mit Ankunfts- und Abfahrtshaltestelle für die Buslinie 79 entstehen in der Mitte der Schleife Anwohnerparkplätze, ein Überholgleis für die Straßenbahn und ein neues Endstellen- und Technikgebäude. Ferner werden die Freiflächen neu gestaltet.

Die Bauarbeiten werden in enger Abstimmung mit den KWL durchgeführt. Stellenweise werden auch die Trinkwasserrohre erneuert. Insgesamt werden rund 6,2 Millionen Euro investiert. Davon sind drei Millionen Euro Fördermittel, eine halbe Million Euro stellen die KWL zur Verfügung, 150.000 Euro kommen von der Stadt und den Rest übernehmen die LVB.

Änderungen der gewohnten Verkehrsführung

In der Zeit der Bauarbeiten bieten die LVB einen Ersatzfahrplan an. Ab 22. Juli bis 25. August wird Tram 10 ab Connewitz/Kreuz über die Wolfgang-Heinze-Straße weiter wie Tram 9 bis Markkleeberg, Ersatzendstelle Parkstraße, geführt. „Bewohner aus dem Umfeld der inneren Bornaischen Straße werden gebeten, auf die alle fünf Minuten fahrenden Trams in der Wolfgang-Heinze-Straße auszuweichen (Linien 9, 10)“, heißt es in einer Pressemitteilung der LVB.

Tram 11 verkehrt vom 22. Juli an ab Haltestelle HTWK über die Richard-Lehmann-Straße und weiter wie Tram 16 zur Ersatzendstelle Lößnig. Dort besteht ab Moritz-Hof ein Schienenersatzverkehr nach Markkleeberg Ost, der jedoch nur die äußere Bornaische Straße südlich der Brückenbaustelle erreichen kann.

Nachdem die Gleiserneuerungen am Wiedebachplatz abgeschlossen sind, verkehrt Tram 11 ab 12. August über die Arno-Nietzsche-Straße und den Wiedebachplatz nach Lößnig.

Um eine Mindestbedienung für Anwohner und Anlieger weiter anbieten zu können, richten die LVB einen Quartierbus ab dem Connewitzer Kreuz (Wolfgang-Heinze-Straße) ein. Dieser Kleinbus verbindet über schmale Wohngebietsstraßen halbstündlich den Bereich Hildebrandstraße mit wichtigen Zielen und Einkaufsmöglichkeiten.

Für den Kfz-Verkehr gelten weiterhin die weiträumigen Umleitungen, die bereits im Rahmen der Baumaßnahmen an der Bornaischen Brücke bestehen. Der Anliegerverkehr soll unter Baustellenbedingungen zu jeder Zeit gewährleistet bleiben.

Felix Forberg

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