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Lokales Konfetti in allen Farben - 10.000 feiern Karneval in der Leipziger City
Leipzig Lokales Konfetti in allen Farben - 10.000 feiern Karneval in der Leipziger City
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19:59 26.02.2017
Beim 18. Rosensonntagsumzug sind am Sonntag 22 närrische Vereine mit 28 Festwagen aus Leipzig und Umgebung durch die Innenstadt gezogen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Leila helau! Und das nicht nur in Gelb und Blau! Beim 18. Rosensonntagsumzug sind am Sonntag 22 närrische Vereine mit 28 Festwagen aus Leipzig und Umgebung durch die Innenstadt gezogen. Ihre fröhliche Parade säumten etwa 10.000 Zuschauer, wie Cathleen Keller, Vizepräsidentin des Förderkomitees des Leipziger Karnevals, sagte. Zur Abschlussveranstaltung fanden laut Polizei noch etwa 2500 Interessierte den Weg auf den Markt.

Löwin Leila, alias Jessica Rößler (26), und Steffen Hoffmann (50), Präsident des Förderkomitees Leipzig Karneval (FKLK), gaben auf dem Prunkwagen die Richtung vor – und dann wurde gejubelt, geschunkelt, gesungen, gelacht – und sich immer wieder gereckt und gebückt, denn neben frechen Sprüchen flogen auch 20 Tonnen Konfetti und mehrere Tonnen Bonbons in die Menge.
 
Das Vorspiel: „Du kannst nicht immer 17 sein“ trällerte Chris Roberts schon gegen halb elf vom Wagen des Grünauer Garnevals Glubs (GGG) am Brühl. Da war von närrischen Leipzigern weit und breit noch nichts zu sehen. Trotzdem herrschte Betriebsamkeit. „Chefchen“ Hans-Joachim Wittig (61) von Spritztour-Reisen hatte die vom GGG angemietete Feuerwehr samt Hänger vorgefahren, damit Techniker Thomas Sommerkorn (39) und weitere Helfer des Grünauer Vereins, der übrigens 35 Jahre alt wurde, schon mal den Festwagen präparieren konnten.

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Beim 18. Rosensonntagsumzug sind am Sonntag 22 närrische Vereine mit 28 Festwagen aus Leipzig und Umgebung durch die Innenstadt gezogen. Ihre fröhliche Parade säumten schätzungsweise 10.000 Freunde und Verehrer der fünften Jahreszeit.

Zwölftonner samt Hänger mit dabei

„Und wir sind nicht mal die Ersten“, sagt Sommerkorn zu seinem närrischen Kollegen Martin Ziem (23) vom 1. Karnevalsverein „CC-AS“ von 1981, der trotz kurzer Nacht bereits in vollem blau-gelben Narrenstaat erscheint. Der Landmaschinenbauer hatte bis zum frühen Morgen in den Miltitzer Rosensälen gefeiert, wo der Vereins-Verantwortliche für Licht und Ton allerdings noch lieber seine Beine im Männerballett schwang. Die Ersten am Brühl waren André Grigulewitsch (23) und Marcus Eckert (30) von der ADK Medienagentur Leipzig. Sie brachten für den Pegauer Karneval-Klub einen Zwölftonner samt Hänger in Position. „Hier wird später DJ Der HouseKasper auflegen“, erzählen die Männer, die am Vortag bereits in Pegauer Umzug aktiv waren – „als Position 67 von 69“.
 
Der Umzug: Punkt 14 Uhr setzte sich der liebevoll geschmückte Tross gut gelaunter Karnevalisten am Brühl in Bewegung Unter dem Motto „Wir fürchten weder Amt noch Schimmel und feiern trotzdem unter freiem Himmel“ reihten sich nicht nur die acht Mitglieder des FKLK ein, sondern auch drei Vertreter der studentischen Elferräte Leipzigs sowie Gäste unter anderem aus Beilrode, Weidenhain, Pegau, Neußen, allen voran die Heide Guggis mit ihrer mitreißenden Rhythmen.

Show auf dem Markt 

Wer sich beim Festumzug nicht am Straßenrand drängte, sicherte sich schon einen Platz auf dem Markt. Ein spaßiges Oktett aus Beucha, das schon zum vierten Mal eigens für den Rosensonntagsumzug mit der S-Bahn angereist war, versprach erneut zu bleiben, bis die Putzkolonne kommt. „Wir trotzen der Geflügelpest“, war das Motto von Andreas Rauteberg (52) und seinem Sohn Felix (18), die Leipzig immer die Treue halten, wenn es um Traditionen geht. „Respekt den Organisatoren, die bei den hohen Auflagen, das hier auf die Beine stellen.“

Als die Narren nach anderthalb Stunden unter dem Beifall der Leipziger vom Rathaus-Balkon von Leila begrüßt und vorgestellt wurden, regnete es aus den Konfettikanonen in den schönsten Farben. Um vier begann dann die Bühnenshow, mit allem, was zum Karneval gehört – Prinzenpaaren, Tanzmariechen, Büttenrede. Reiner Ihle von CC-AS sang sogar eine närrische Hymne auf die Rasenballer. „Ich bin zwar kein Fußballfan, aber RB begeistert mich derart, dass ich es verarbeiten musste.“

Michael Fischer-Art freute sich auch ohne bunte Narrenkappe über seine Goldene Rose: „Das ist doch mal was Lustiges. Wenn der Mensch das Lachen verlernt, ist er tot. Der Karneval ist jedenfalls ein Plus für diese Stadt.“

Cornelia Lachmann

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