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Lokales Konfuzius-Institut Leipzig feiert Zehnjähriges
Leipzig Lokales Konfuzius-Institut Leipzig feiert Zehnjähriges
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18:31 11.04.2018
Das Ensemble der Renmin-Universität sorgt für das Rahmenprogramm zum zehnjährigen Bestehen des Konfuzius-Instituts Leipzig. Die jungen Musiker geben am Freitag, 13. April, ein Konzert. Im Festsaal des Neuen Rathauses ist eine Auswahl traditioneller chinesischer Musik zu hören. Einlass ist ab 18.30 Uhr, Beginn: 19 Uhr. Die Karte kostet acht Euro (ermäßigt: sechs Euro). Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Am Konfuzius-Institut Leipzig haben Mitarbeiter und Weggefährten am Mittwoch im Alten Senatssaal das zehnjährige Bestehen der Einrichtung gefeiert. 2008 wurde es in einer gemeinsamen Initiative der Universität Leipzig und der Renmin-Universität Peking gegründet. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung chinesischer Kultur und Sprache.

Schon seit 1986 Partnerschaft mit Renmin-Universität

Das erste Konfuzius-Institut wurde 2004 in Seoul gegründet. Die Einrichtungen sind an bestehende Strukturen angegliedert, zum Beispiel an Universitäten. Finanziert werden sie je zur Hälfte vom Gastland und vom chinesischen Staat. Rund 550 Institute gibt es heute, davon stehen 19 in Deutschland. Der Leipziger Standort war der erste in Ostdeutschland. „Es gab damals noch nicht so viele Institute“, erinnerte sich Uni-Rektorin Beate Schücking, „und die wenigen, die es gab, waren noch nicht so lange da.“ Entsprechend gering waren die Erfahrungen. Der Leipziger Neugründung lag auch die bereits seit 1986 bestehende Partnerschaft mit der Pekinger Universität Renmin zugrunde. Die weitere Kooperation über das Konfuzius-Institut habe diese Partnerschaft weiter mit Leben gefüllt, betonte Schücking. So gebe es immer wieder Aufenthalte chinesischer Gastwissenschaftler, China-Stipendien, Vorträge. Darüber hinaus sei das Institut in der Leipziger und in der mitteldeutschen Kulturszene inzwischen fest etabliert, bringe sich bei zahlreichen Events ein – etwa bei der Buchmesse oder beim Dok-Festival. Schücking lobte die Qualität der Arbeitsbeziehungen, es seien viele Freundschaften daraus entstanden; und es gebe ein hohe Engagement aller Beteiligten. Die zurückliegenden zehn Jahre seien eine Erfolgsgeschichte; die Universität Leipzig werde das Institut weiter unterstützen. Das kündigte mit Jin Nuo vom Präsidium der Renmin-Universität Peking auch ein Vertreter des zweiten universitären Partners an. Er sprach von hervorragenden Leistungen des Instituts. Dessen Bedeutung für den bilateralen Austausch werde künftig noch zunehmen.

„Leipzig ist Ort der deutsch-chinesischen Begegnung in allen Bereichen“

Einen großen Bogen schlug der chinesische Botschaftsrat Liu Lixin. Er verwies auf die erste Professur für Sinologie im deutschen Sprachraum, die 1878 in Leipzig eingerichtet wurde. Die Stadt biete einen fruchtbaren Boden für den gegenseitigen Austausch – aber erst „der Fleiß und Schweiß der Akteure“ habe zum Erfolg geführt. Mit Forschungsprojekten sowie Workshops und Angeboten in Sprache und Kultur sei Leipzig heute ein Ort der deutsch-chinesischen Begegnung in allen Bereichen.

„Keine Einmischung oder Zensur“

Dass die Stadt Gründungsmitglied und Förderer des Institutes ist und dabei auch ausdrücklich vom Stadtrat unterstützt wird, betonte Gabriele Goldfuß, Leiterin des Referates für Internationale Zusammenarbeit im Rathaus. In einer globalisierten Welt finde internationale Zusammenarbeit nicht irgendwo in irgendwelchen übergeordneten Institutionen statt, „sondern ganz konkret hier bei uns“. Dabei werde die besondere Rolle Chinas für die Zukunft auch im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung hervorgehoben. „Aber das muss von unten getragen werden, aus der Zivilgesellschaft heraus“, sagte Goldfuß. „Und dazu braucht es wechselseitiges Wissen.“ Die studierte Sinologin trug einen kurzen Passus ihres Grußwortes auf chinesisch vor. Goldfuß sitzt auch im Redaktions-Beirat des Magazins Konfuzius. Es ist das Magazin, das in Leipzig für alle Konfuzius-Standorte in Deutschland konzipiert und produziert wird. Es gebe keinerlei Einmischung oder Zensur in die Arbeit des Instituts, betonte Goldfuß mit Blick auf immer mal wieder geäußerte Kritik an der Arbeit von Konfuzius-Instituten. „Wir brauchen das Konfuzius-Institut, und ich hoffe, dass es stark bleibt und weiter wächst.“

www.konfuziusinstitut-leipzig.de

Von Björn Meine

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