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Lokales Kongress-Initiative wirbt mit 360-Grad-Aufnahmen für den Tagungsort Leipzig
Leipzig Lokales Kongress-Initiative wirbt mit 360-Grad-Aufnahmen für den Tagungsort Leipzig
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22:00 30.08.2017
Mit einer Virtual Reality-Brille wird die Website, die Leipzigs Tagungsorte vermarktet, zum eindrucksvollen Raumerlebnis. Maja Machinek (vorn), macht es vor  Quelle: Foto: Leipzig report
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Leipzig

 Wenige Klicks genügend: Überall auf der Welt können potenzielle Kunden virtuell einen perfekten ersten Eindruck von Leipzigs Tagungsorten bekommen. Die Kongressinitiative „Feel the spirit… do-it-at-leipzig.de“ – ein Netzwerk aus etwa 50 Partnern – hat eine Website entwickelt, die professionelle 360-Grad-Aufnahmen verfügbarer Veranstaltungsräume abbildet. „Damit haben wir die Chance, aufwändig gedruckte Broschüren abzulösen und vor allem mit unseren Angeboten immer aktuell zu sein“, freut sich Volker Bremer, Geschäftsführer der Leipziger Tourismus und Marketing GmbH (LTM).

Markt ist hart umkämpft

Die Website lädt zu einem außergewöhnlichen Raumerlebnis ein – mit einer Virtuality Reality-Brille oder einem Cardboard mit Smartphone, auf mobilen Endgeräten oder auf dem Desktop. Wer Lust hat, kann seinen Blick über die City schweifen lassen und imposante Panoramen genießen. Von dort geht es in Sekundenschnelle in die Kongreßhalle, zum Porsche Werk, in die Salles de Pologne im Stadtzentrum oder in den Zoo. Auch in Hotels wie dem Fürstenhof oder The Westin Leipzig können Besucher sich umschauen. Über das Menü sind praxisorientiert relevante Infos wie Anzahl von Räumen oder ein Link zum Ansprechpartner abrufbar. „Wir müssen uns immer was Neues einfallen lassen. Kongresse und Tagungen sind weltweit ein hart umkämpfter Markt“, sagt André Kaldenhoff, Geschäftsbereichsleiter beim Congress Center Leipzig (CCL). „Deshalb müssen wir alte Zöpfe abschneiden und neue Wege gehen“, ergänzt Andreas Hachmeister von der Leipzig Hotel Alliance. „Leipzig hat sich prächtig entwickelt. Wir müssen aber daran arbeiten, dass unser Bekanntheitsgrad weiter wächst.“

Dazu trägt auch RB Leipzig bei. Der Verein ist mit der Red-Bull-Arena ebenfalls ins Kongressgeschehen eingestiegen und gehört seit einem Jahr der Initiative an. „Unser Hauptgeschäft bleibt der Fußball, externe Veranstaltungen sind für uns aber ein wichtiges Standbein“, betont Michael Drotleff, Business-Direktor bei den „Roten Bullen.“ Moderne Räume und Logen – kombinierbar in Größen von 30 bis 1000 Quadratmeter – bieten den Rahmen für Seminare, Meetings, Tagungen, Präsentationen und können gemietet werden. In spielfreien Zeiten steht auch der Stadioninnenraum zur Verfügung – für Konzerte und Firmenfeste etwa. 350 bis 400 Veranstaltungen könnten laut Drotleff pro Jahr angeboten werden, ohne den Spielbetrieb zu beeinträchtigen.

Leipzig hat sich mittlerweile nach Berlin, München, Hamburg und Frankfurt auf Platz fünf der deutschen Kongressstandorte hochgearbeitet. Hochkarätige internationale Branchentreffen helfen, die 128 Beherbergungsbetriebe mit 16.008 angebotenen Betten besser auszulasten. Und machen LTM-Chef Bremer optimistisch, in diesem Jahr nun endlich die langersehnte Schallmauer von 3 Millionen Übernachtungen im Jahr zu durchbrechen (2016: 2,899 Millionen Übernachtungen). Immerhin: Geschäftsreisende haben daran einen Anteil von fast 70 Prozent und geben zudem noch viel mehr Geld aus als Privatreisende.

Erstmal kommt im Dezember der Chaos Computer Club (CCC) mit seinem jährlichen Hackertreffen auf die Neue Messe – und zwar zwischen Weihnachten und Silvester. Mehr als 10 000 Teilnehmer aus aller Welt werden da für vier Tage erwartet. Zusagen gibt es aber auch, dass der Deutsche Röntgenkongress sowie das Weltverkehrsforum bis 2020 nach Leipzig einladen.

Wachstum ist kein Selbstläufer

„Bisher haben wir ein grundsolides Wachstum“, konstatiert Bremer und weiß, dass derzeit etliche neue Hotels entstehen. Er sieht rund 18000 Betten als soliden Wert, um auf der Erfolgsspur zu bleiben. Dabei profitiert der Tourismus ebenso von Kongressen wie vom Erstliga-Fußball. Fakt ist, dass zu den Heimspielen der „Roten Bullen“ Tausende auswärtige Fans nach Leipzig reisen, von denen viele in Hotels und Pensionen übernachten. Dass der jährliche Zuwachs an Übernachtungen anhält, ist kein Selbstläufer. Die virtuelle Seite – erstmals auf der Fachmesse Imex in Frankfurt/Main vorgestellt – soll dazu beitragen, den Standort weiterhin innovativ zu vermarkten.

www.do-it-at-leipzig.de

Von Mathias Orbeck

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