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Lokales Konzept für Wassertourismus wird überarbeitet
Leipzig Lokales Konzept für Wassertourismus wird überarbeitet
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16:16 28.05.2018
Kanufahren im Neuseenland ist zum Trendsport geworden. Das Konzept regelt zum Beispiel die Boots-Umtragestellen. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Für die Nutznießer steckt viel Spaß darin, für die Behörden aber vor allem viel Arbeit. Entsprechend lautet das Wortmonstrum dafür: das Wassertouristische Nutzungskonzept (WTNK) für das Leipziger Neuseenland. Es stammt aus den Jahren 2005 bis 2007, erklärt die Gesamtidee hinter dem Ausbau des regionalen Gewässersystems und soll nun überarbeitet werden.

Federführend dabei ist der Grüne Ring Leipzig (GRL) als regionale Kooperation der 15 beteiligten Städte, Kommunen und Kreise. Schließlich umfasst der zu untersuchende Raum Gewässerkurse vom Witznitzer Seengebiet im Süden des Leipziger Neuseenlandes über die Stadt Leipzig bis zur Unteren Weißen Elster und zum Saale-Elster-Kanal nach Sachsen-Anhalt.

Der Grüne Ring hat sich dieses Mal eine breitere Beteiligung der Öffentlichkeit vorgenommen. So wird offiziell ein Runder Tisch eingeführt, der sich „aktiv und gestaltend in die Diskussion“ einbringen soll, um Lösungswege bei möglichen Konflikte etwa aus der wassertouristischen Nutzung voranzubringen. Die 23-köpfige Runde vereine Vertreter von Kommunen und Behörden, aber auch Naturschutz, Wassersport, Bürgerinitiativen, Bürgerschaft, Angelsport, Bootsverleihern, Fahrgastschifffahrt, Wirtschaft und Tourismus, teilte der Grüne Ring mit. Fünf bis sechsmal solle der Tisch während der Fortschreibung des Konzepts bis Ende 2019 zusammenkommen.

Beim ersten Konzept hatte es ebenfalls eine Beteiligung gegeben, auch Naturschutzverbände wurden gefragt, gaben ihre Zustimmung. Allerdings wechselten in den Jahren danach einige Vorstände – und mit ihnen die Meinungen. Bis 2009 habe es Konsens über die Vorhaben gegeben, erinnert sich Angela Zabojnik, die bei der Stadt Leipzig dafür Zuständige. Nach LVZ-Informationen ist nun wieder der Ökolöwe beteiligt, von dem in den Vorjahren die heftigste Kritik stammte, auch die Grüne Liga Sachsen. Der BUND war geladen, entsandte aber keinen Vertreter zur ersten Sitzung Mitte Mai.

Laut Grünem Ring sollen rund einhundert Projektideen zusammen naturschutzfachlich untersucht werden, um die verträgliche Nutzung des Gewässersystems gewährleisten zu können.

Vorgesehen sind auch mehrere öffentliche Gesprächsrunden. Die nächste finde am 23. Juni statt, ein Ort werde noch bekanntgegeben, hieß es.

Von Jörg ter Vehn

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