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Lokales Kosten-Explosion für LVB: Technisches Zentrum wird 8,4 Millionen Euro teurer
Leipzig Lokales Kosten-Explosion für LVB: Technisches Zentrum wird 8,4 Millionen Euro teurer
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21:45 20.11.2012
Machten sich am Dienstag ein Bild vom Baufortschritt (v.l.): LVB-Geschäftsführer Ulf Middelberg, der technische Projektleiter Martin Engelmann und der LVB-Geschäftsführer für den Bereich Technik und Betrieb Ronald Juhrs. Quelle: André Kempner
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Leipzig

„Wir sehen uns mit einer solchen Kostensteigerung konfrontiert“, erklärte der Sprecher der LVB-Geschäftsführung, Ulf Middelberg, am Dienstag in einer Mitteilung und bestätigte damit einen LVZ-Bericht vom vergangenen Donnerstag.

Die Steigerung entspricht reichlich 18 Prozent der ursprünglich anvisierten Ausgaben für den ersten Bauabschnitt von 45,6 Millionen Euro – eine Kosten-Explosion. Das kommunale Unternehmen begründete die höheren Ausgaben mit Aufwendungen für die Entsorgung von Altlasten, der „aktuelle Marktsituation“ bei Vergaben im Baugewerbe, entstandenen Störungen während des Rohbaus und einer Vielzahl von unvorhersehbaren Änderungen in der Planung des Projekts.

„Um dem zu begegnen, ist es erforderlich, die Projektsteuerung auf unserer Seite zu stärken“, sagte Middelberg zum weiteren Vorgehen. Es gelte nun, ungerechtfertigte Nachforderungen von beteiligten Bauunternehmen abzuwehren und eine „stringente Koordinierung“ des Bauablaufs sicherzustellen. Hierzu will die LVB-Geschäftsführung die Projektsteuerung „mit erfahrenen Fachleuten“ verstärken. Dabei lag die Projektsteuerung bereits bisher bei einem direkten Tochterunternehmen der LVB, der Verkehrs-Consult Leipzig (VCL) GmbH.

Derweil gehen die Arbeiten auf dem Gelände weiter. Im Moment entstehen laut der LVB unter anderem die Rohbauten für die künftige Hauptwerkstatt und die Energiezentrale. Die Hauptwerkstatt wird für die Wartung der neuen XXL-Straßenbahnen benötigt. Ihre Fertigstellung kündigte das Unternehmen für März 2014 an. Als ursprünglicher Termin war Ende 2013 genannt worden.  

Wie die Finanzierungslücke geschlossen werden soll, ließ die LVB offen. „Wir drehen jeden Euro viermal um“, hatte Geschäftsführer Ulf Middelberg in einem LVZ-Interview im März erklärt. Der Freisstaat Sachsen finanziert das Projekt bereits mit 10 Millionen Euro.

Die Großinvestition im Nordosten der Stadt sollte ursprünglich ein finanzieller Befreiungsschlag des Unternehmens sein. Durch ein neues Konzept für die Betriebshöfe sowie Zusammenlegungen von Standorten sollen Einsparungen von 1,6 Millionen Euro generiert werden.

ala

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