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Kreisel in der Leipziger Karl-Tauchnitz-Straße wird Kreisverkehrsplatz - zwei Ringe geplant

Kreisel in der Leipziger Karl-Tauchnitz-Straße wird Kreisverkehrsplatz - zwei Ringe geplant

Die seit Jahren geplante Sanierung des Kreisverkehrs in der Karl-Tauchnitz-Straße kommt in Gang. Der Freistaat stellt dafür 542.000 Euro bereit - die Stadt will ab März bauen.

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Der Kreisel an der Karl-Tauchnitz-Straße ist ein wichtiger Verkehrsknoten - jetzt wird er zweistreifig ausgebaut. Die Parkplätze in der Mitte verschwinden.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die Anwohner sehen das Vorhaben skeptisch: Sie fürchten, dass der Verkehr wächst.

Der Kreisel soll in der Tat deutlich leistungsfähiger werden. Denn statt einem soll es dort künftig zwei Ringe geben. "Die bisherigen Platzaußengrenzen werden aber beibehalten", betont Ralf Barwik vom Leipziger Verkehrs- und Tiefbauamt. "Wir legen eine neue Kreisfahrbahn mit einem Außendurchmesser von 31 Metern und einer befahrbaren Breite von sieben Meter an. Diese sieben Meter teilen sich auf in einen 3,50 Meter breiten Außenring - auf dem in der Regel der Verkehr fährt - und einen ebenfalls 3,50 Meter breiten Innenring, der nur von großen Lkw und Bussen überfahren werden muss." Der Außenring werde mit dunklem und der Innenring mit aufgehelltem Asphalt befestigt. Die Abgrenzung zwischen beiden Bereichen erfolge mit einem drei Zentimeter hohen Bord. Die Arbeiten seien aufgrund immer größer werdender Fahrbahnschäden dringend notwendig.

Vorgesehen ist auch eine Anpassung der fünf Zufahrten. "Radfahrer werden ohne separate Markierung aus allen zuführenden beziehungsweise zu den abgehenden Straßen auf dem Außenring durch den Kreisel fahren können", so Barwik. "Da durch den 3,50 Meter breiten Außenring ein Überholen der Radfahrer vermieden wird, erhöht sich die Verkehrssicherheit." Alternativ könnten Radfahrer, die unsicher sind, auch die Gehwege entlang der Parkanlagen nutzen. Für Fußgänger würden in jeder Zu- und Abfahrt des Kreisels Querungsinseln mit Blindenleitsystem eingebaut.

Außerdem wird die Innenfläche des Kreisverkehrsplatzes als Rasenfläche gestaltet. Das vorhandene Rosenbeet soll erhalten bleiben und neu mit Rosen bepflanzt werden. Dadurch gehen die Plätze der derzeit auf der Platzinnenfläche illegal parkenden Autos verloren.

Die Planer betonen, der neue Asphaltbelag werde den Verkehrslärm für die Anwohner vermindern. Auch die Gestaltung des Kreisverkehrs werte das Umfeld städtebaulich auf, heißt es. Zusätzlich werde durch das Pflanzen einer zweiten Baumreihe die denkmalgeschützte Parkanlage entlang des Platzrandes historisch vervollständigt.

Einige Anwohner sehen diese Aussagen skeptisch. Prinzipiell werde der neue Belag natürlich begrüßt, heißt es. Aber der Ausbau des Kreisels zum Kreisverkehrsplatz berge die Gefahr, dass die Karl-Tauchnitz-Straße weiter und stärker genutzt wird. Schon jetzt reiche der Rückstau in den Hauptverkehrszeiten vom Kreisel oft beidseitig bis zur Kita Joseph Hayden - Abgase und Lärm lägen schon jetzt an den Grenzwerten. Die Fördermittelgeber vom Freistaat begründen ihre Finanzspritze in der Tat damit, dass der Kreisel zum Leipziger Hauptstraßennetz gehöre und dieses "ein leistungsfähiges Tangenten-Ringsystem" werden soll.

Die Pläne für den Umbau sind bereits fertig. Die Wasserwerke haben ihre notwendigen Arbeiten bereits abgeschlossen, die Stadtwerke wollen die notwendige Verlegung einer Gashochdruckleitung vom 23. September bis zum 19. Oktober vornehmen. "Damit kann die Bauzeit für den eigentlichen Kreisverkehr auf drei Monate verkürzt werden", betont Barwik. "Voraussichtlicher Baubeginn ist am 10. März 2014." Gebaut werde halbseitig, wobei der Verkehr in Fahrtrichtung von der Edvard-Grieg-Allee zur südlichen Karl-Tauchnitz-Straße immer an der Baustelle vorbeigeführt wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.09.2013

Andreas Tappert

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