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Lokales Kreisverkehr am Leipziger Clara-Park soll für Radfahrer sicherer werden – kein Radweg
Leipzig Lokales Kreisverkehr am Leipziger Clara-Park soll für Radfahrer sicherer werden – kein Radweg
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15:44 30.09.2013
Derzeit verlegen die Stadtwerke im Kreisverkehr Gasleitungen, damit der Bau im März 2014 schneller abgeschlossen werden kann. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Nach langen Planungen soll der Knotenpunkt ab 10. März 2014 grundlegend saniert werden. Schon jetzt lassen die Stadtwerke Gasdruckhochleitungen verlegen, um das insgesamt 996.000 Euro Bauvorhaben im kommenden Jahr zu beschleunigen. Bis zum 19. Oktober wird gebaut.  

Leistungsfähiger soll der neue Kreisverkehr am Clara-Zetkin-Park werden, schöner auch, heißt es aus dem zuständigen Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA) der Stadt. Eine separate Spur für die aus dem Grünen gen Musikviertel strömenden Radfahrer sei allerdings nicht geplant – trotz der Gefahrensituationen, wie sie derzeit häufig für Radler beim Überholen und zu knappen Herausfahren der Pkw entstehen. „Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass eine eigene Spur sogar noch gefährlicher für die Radfahrer wäre“, sagte Ralf Barwik, Abteilungsleiter Straßenentwurf, am Montag gegenüber LVZ-Online. In der Praxis habe sich gezeigt, dass eben auch separate Radwege von den Autofahrern überfahren werden.  

Blick aus der Edvard-Grieg-Allee auf den Kreisverkehr in der Karl-Tauchnitz-Straße. Quelle: Dirk Knofe

Im sanierten Kreisel sollen stattdessen bauliche Änderungen die Mitbenutzung für die Radfahrer verbessern. So wird die aktuell nur durch Markierungen begrenzte und somit nach innen offene Fahrspur auf 3,50 Meter reduziert. Für Lkw und andere Fahrzeuge mit größerer Spurweite bietet ein erhöhter Innenring Platz zum Ausweichen, ähnlich den aus anderen Leipziger Kreisverkehren bekannten Pflasterungen. „Aufgrund der Belastungen können wir hier keine Pflastersteine verwenden, sondern aufgehellten Asphalt. Davor liegt eine drei Zentimeter hohe Bordsteinkante“, erklärte Barwig. Das soll die Autofahrer in der Regel zum Fahren möglichst weit am Außenrand bewegen. Zudem werden alle Ein- und Ausfahrten konsequent einspurig und mit Fußgängerinseln gebaut.  

Der VTA-Abteilungsleiter hofft, dass ein Überholen der Radfahrer in Zukunft kaum mehr möglich wird. „Die fahren dann vorneweg, weil ein paralleles Überholen erschwert und der Abiegevorgang ohnehin zu eng wird“, sagte Barwig. Radler, denen die Fahrt durch den Ring trotzdem zu gefährlich ist, stehe zudem aber auch die Nutzung der Gehwege weiter offen.  

Im Inneren des Kreisverkehrs wird neuer Rasen rings um das schon bestehende Rosenbeet das Ambiente aufwerten. Parkende Autos im Zentrum des Kreisverkehrs, so wie derzeit noch häufig zu sehen, sollen dann der Vergangenheit angehören.

Matthias Puppe

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