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Lokales Kriminalstatistik: Linke kritisiert Polizeireform und fordert mehr Prävention
Leipzig Lokales Kriminalstatistik: Linke kritisiert Polizeireform und fordert mehr Prävention
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16:32 07.03.2012
Sören Pellmann von der Leipziger Ratsfraktion Die Linke. Quelle: André Kempner
Leipzig

Bei der Zahl der Straftaten steht Leipzig im Freistaat an erster Stelle. Für die Fraktion ein Indiz, dass man bei der Vorbeugung und Präsenz vor Ort nicht sparen könne. Polizeipräsident Horst Wawrzynski hatte sich dagegen am Dienstag mit der personellen Ausstattung zufrieden gezeigt.

1440 Vollzugsbeamte habe die Polizeidirektion Leipzig derzeit zur Verfügung. Damit stehe man nicht schlecht da, hatte Wawrzynski bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2011 geäußert. Nach dem aktuellen Feinkonzept der Strukturreform des Freistaats sollen es im Jahr 2025 noch 1412 sein. Die Reform tritt Anfang 2013 in Kraft.

"Wir hätten uns einen kritischen Blick in Richtung Innenministerium gewünscht", äußerte Sören Pellmann, der ordnungspolitische Sprecher der Linken Ratsfraktion Leipzig, am Mittwoch. Es dürfe zu keinem Personalabbau bei der Polizei in Sachsen und damit auch in Leipzig kommen.

Das Innenministerium hatte bei der Bekanntgabe des Stellenkonzeptes im Herbst 2011 betont, dass alle polizeilichen Standorte in Sachsen erhalten blieben. "Die Zahl der Streifenpolizisten und die Zahl der Bürgerpolizisten wird sogar geringfügig erhöht", sagte Minister Markus Ulbig damals.

Um der Zunahme von Straftaten wie Diebstahl, Wohnungs- und Laubeneinbrüchen entgegenzuwirken, fordert die Linke eine stärkere Zusammenarbeit von Stadt und Polizei bei der Prävention. In Sachen Drogenpolitik hatten sich im vergangenen Jahr Polizei und Stadt in einer Fachkomission zusammengesetzt, um gemeinschaftlich ein Konzept zu erarbeiten. Ein Entwurf läge jetzt vor, noch sei aber unklar, ob die strittigen Punkte bis Ende März einvernehmlich gelöst werden könnten, sagte Wawrzynski.

Evelyn ter Vehn

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