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Lokales Krönungskreuze der Kirche sind restauriert
Leipzig Lokales Krönungskreuze der Kirche sind restauriert
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22:00 17.07.2017
Restauratorin Christina Neubacher (41) und ihr Kollege Frank Hoffmann (46, Gürtler- und Metalldrückermeister) auf dem Baugerüst in 18 Metern Höhe in der Russischen Gedächtniskirche. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Die Restauration der russisch-orthodoxen Gedächtniskirche geht in die nächste Runde. Nachdem letztes Jahr bereits das marode Dach des Gotteshauses mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt und Fördermitteln der Stadt Moskau saniert wurde, ist nun die historische Ikonenwand mit den drei vergoldeten Messingkreuzen an der Reihe. Am Montag wurden die Bekrönungskreuze, die sich am obersten Punkt der Ikonenwand befinden, nach einer aufwendigen Restaurierung wieder aufgesetzt.

Der 18 Meter hohe Ikonostas ist geschmückt mit insgesamt 78 Ikonen und hat schon seit vielen Jahren dringend eine Sanierung nötig. Die nach altrussischem Vorbild auf Lindenholz gemalten Ikonen, wurde zwischen 1912/13 in der Moskauer Ikonenwerkstatt hergestellt und 1913 in Leipzig feierlich eingeweiht. Seitdem wurden keine weiteren Maßnahmen ergriffen, um diese künstlerisch wertvolle Kirchenausstattung zu erhalten.

Jetzt wurde die 1913 erbaute Kirche von der Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) als „National wertvolles Kulturgut“ eingestuft. Auf Grundlage dieser Einschätzung konnten Bundesmittel beantragt werden, die für die weiteren Bauarbeiten benötigt werden. Zwar ist die Denkmalpflege in erster Linie Aufgabe der einzelnen Bundesländer, doch werden besondere nationalgeschichtliche Bauten durch das vom Bund finanzierte Programm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ gefördert. Den symbolischen Scheck über 68 000 Euro überreichte am Montag der Leipziger CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Feist an den Erzpriester Alexej Tomjuk. „Dieses Geld soll für die dieses Jahr noch anstehenden Bauarbeiten benutzt werden“, so Feist.

Insgesamt 250 000 Euro werden für die Arbeiten an der Wand aufgebracht, die voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein werden. Doch damit bildet diese nur einen kleineren Kostenpunkt auf der Agenda der Instandsetzungsmaßnahmen. Bislang wurden zwei Millionen Euro in die Erhaltung des geschichtsträchtigen Baus investiert. „Noch einmal zwei Millionen werden benötigt, um die Kirche wieder komplett instand zu setzten“, so Brigitte Kempe-Stecher, Projektkoordinatorin der Stadt Leipzig. Besonders die rissige Außenfassade hat eine Sanierung nötig und diese steht auch auf der Liste der Baumaßnahmen an nächster Stelle.

Doch können die rund 100 Gemeindemitglieder und die zahlreichen Besucher der Kirche zumindest die oberste Reihe der Ikonenwand wieder betrachten. Denn die oberste Etage des Metallgerüstes, welches so lange große Teile der Wand verdeckt hielt, wird nun endlich abgebaut.

www.russische-kirche-l.de

Von Tom Erik Richter

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