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Lokales Kündigung droht: Leipziger Mieterverein warnt vor nicht angemeldeter Untervermietung
Leipzig Lokales Kündigung droht: Leipziger Mieterverein warnt vor nicht angemeldeter Untervermietung
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15:46 17.07.2015
Wird die eigene Wohnung untervermietet, muss zuerst eine Erlaubnis des Vermieters eingeholt werden - darauf weist der Mieterverein Leipzig (MVL) hin. Quelle: dpa
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Leipzig

Das kann jedoch zu Problemen führen, warnt der Mieterverein Leipzig (MVL). Wer sich für die Untervermietung keine Erlaubnis des Vermieters einhole, handele sich im Schadensfall nicht nur Ärger ein, sondern riskiere möglicherweise sogar die Kündigung.

„Ohne Erlaubnis des Vermieters darf ein Mieter seine Wohnung oder einzelne Zimmer in der Wohnung nicht an Dritte untervermieten“, sagt Anke Matejka, Vorsitzende des MVL. Diese Regelung ziehe vor allem in den Semesterferien häufig Probleme nach sich, da vielen studentischen Mietern die rechtliche Lage nicht bekannt sei. Derzeit würden sich die Anfragen dazu häufen, berichten die Mieterrechtler, die rund 14.000 Mitgliederhaushalte in Leipzig betreuen.

Häufig würden Wohnungen über das Schwarze Brett oder Anzeigen im Internet unter- oder zwischenvermietet, ohne dass der Eigentümer informiert werde. Wenn dann beispielsweise in der Wohnung ein Fenster zu Bruch gehe oder ein Wasserhahn abbreche, sei Streit vorprogrammiert. „Nicht selten bleibt der Mieter dann auf den Kosten sitzen“, heißt es vom MVL. Zudem habe der Vermieter bei nicht angemeldeter Untervermietung das Recht auf Abmahnung und im Extremfall sogar auf Kündigung des Mietverhältnisses.

In der Regel haben Mieter jedoch einen Anspruch auf das Einverständnis zur Untervermietung, wenn sie ein berechtigtes Interesse wie persönliche und wirtschaftliche Gründe vorweisen können. Dies gelte zumindest dann, wenn nur ein Teil der Wohnung untervermietet werden soll. „Typische Fälle hierfür sind, wenn die Wohnung für den Mieter zu teuer wird oder er nicht länger allein in der Wohnung leben möchte“, erklärt MVL-Vorsitzende Matejka. Gehe es um die gesamte Wohnung, stehe dem Eigentümer allerdings die Entscheidung frei, ob er der Untervermietung zustimmt oder nicht.

Verweigert der Vermieter sein Einverständnis, kann der Mieter die Wohnung mit einer Frist von drei Monaten kündigen. „Das gilt auch dann, wenn Mieter und Vermieter einen Zeitmietvertrag abgeschlossen oder das Kündigungsrecht des Mieters zeitlich befristet ausgeschlossen haben“, so Matejka. Fragen müsse der Mieter übrigens auch, wenn er mit einem Lebensgefährten zusammenziehen will. Nimmt er Eltern oder Kinder in seine Wohnung auf, gelte die Pflicht jedoch nicht.

nöß

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