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Künstler enttäuscht über Aus für Leipziger Einheitsdenkmal-Wettbewerb

Künstler enttäuscht über Aus für Leipziger Einheitsdenkmal-Wettbewerb

Gemäß eines gemeinsamen Antrags von CDU, SPD und Grünen will der Leipziger Stadtrat am Mittwoch das Vergabeverfahren für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz beenden.

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"Eine Stiftung an die Zukunft"

Quelle: PR .

Leipzig. Die Preisträger des entsprechenden Wettbewerbs sind darüber tief enttäuscht. So sagt Tim Edler als Mitverfasser des zweitplatzierten Entwurfs "Eine Stiftung an die Zukunft", es handle sich um ein katastrophales Signal für die Wettbewerbskultur in Leipzig und weit darüber hinaus.

"Die Stadt als Auslober versuchte erst, die Entscheidung der Jury in eine andere Richtung zu beugen. Nachdem das ein Gericht abgewendet hat, sagt sie jetzt, wenn ich die Sache nicht so drehen kann, wie es mir passt, dann schmeiß ich hin. Das ist skandalös." Edler lobt indes die Wettbewerbsvorbereitung bis zur Jury-Entscheidung vor zwei Jahren. Im Anschluss sei es nicht gelungen, in einer qualitätsvollen Diskussion zu verdeutlichen, dass alle drei Siegerarbeiten vor allem Handlungsprozesse bei den Leipzigern sowie ihren Gästen in Gang setzen sollten.

Die überarbeiteten Entwürfe des Einheitsdenkmals

Ähnlich sehen es Martin de Mattia und Marc Weis, die nach einer Herabstufung ihres ursprünglich erstplatzierten Entwurfs "Siebzigtausend" erfolgreich vor Gericht gezogen waren. "Für Künstler und Architekten, die zweieinhalb Jahre an einem so wichtigen Verfahren intensiv gearbeitet haben, wäre es dramatisch, wenn sie aus einem einmal gewonnenen Wettbewerb jederzeit wieder abgewertet werden könnten. Wir glauben nach wie vor, eine gute und zeitgemäße Antwort auf die Frage gefunden zu haben, wie man das Thema Denkmal heutzutage neu denken kann." Die jüngst vom Kulturdezernat ins Spiel gebrachte Idee, alle drei Preisträger-Entwürfe anzukaufen und somit die Leistungen der Verfasser zu würdigen, betrachten die Büros als positives Zeichen.

An den Kosten für das gescheiterte Verfahren (ein mittlerer sechsstelliger Betrag) wird sich der Bund nicht beteiligen. "Das muss die Stadt Leipzig bezahlen", erklärt Wolf Hagen Philipp, Sprecher im Staatsministerium für Kultur und Medien. Ministerin Monika Grütters (CDU) habe gegenüber der Stadt ihre Sympathie für das Denkmalsprojekt zum Ausdruck gebracht und die weitere Unterstützung des Bundes versichert. Über die Höhe einer finanziellen Beteiligung könne jedoch erst gesprochen werden, wenn die Stadt ein neues Konzept vorlegt, das "von den Leipzigern mitgetragen wird sowie planungs- und finanztechnisch durchgerechnet ist". Dies entspreche dem üblichen Verfahren des Bundes bei allen ähnlichen Vorhaben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.07.2014

Jens Rometsch

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