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Lokales Kultur-Demo und Party-Parade: Tausende tanzen bei der Global Space Odyssey in Leipzig
Leipzig Lokales Kultur-Demo und Party-Parade: Tausende tanzen bei der Global Space Odyssey in Leipzig
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20:37 23.07.2011
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Von Connewitz durch die Südvorstadt und die Leipziger City bis nach Lindenau zog die kulturpolitisch motivierte Musik-Karawane mit elf bunt dekorierten Wagen. Mitveranstalter Sasche Heine sprach gegenüber LVZ-Online von mehr als 3000 Teilnehmern. Das konnte auch Polizeiführer Steffen Weyde aus dem Lagezentrum bestätigen. „Es waren im Schnitt rund 3500 Leute dabei", so Weyde. Es sei alles sehr friedlich abgelaufen.

Seit 18 Uhr klingt die GSO bei einer Abschlussveranstaltung mit der Popoolär-Bandbühne am Richard-Wagner-Hain aus. Bis 22 Uhr soll dort bei Musik gechillt und gegrillt werden. Anschließend steigt im Werk II die Aftershow-Party.

Fotos von der Global Space Odyssey 2011 in Leipzig:

Eine umsichtige und nachhaltige Stadtentwicklung fordern die Organisatoren der diesjährigen „Global Space Odyssey“ (GSO), die am 21. Juli in Leipzig stattfinden soll. „Wir wünschen uns eine Stadt, in der Menschen mit ihren vielfältigen Lebensentwürfen Platz haben, die sich nicht den Prinzipien Effektivität und Profit unterwerfen wollen“, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung. Kritik gab es an der „hochsubventionierten Vorzeige-Kultur“.

„Es geht auch um Kultur von unten“

Wie in den Vorjahren wollten die Organisatoren bei der mittlerweile elften GSO-Auflage ausgelassenes Feiern und kritische Botschaften miteinander verbinden. „Wir wollen keine typische Demonstrationsattitüde transportieren, sondern bunt und laut unsere Ziele klarmachen“, erklärt Linken-Politikerin Juliane Nagel vom Team der GSO-Organisatoren. Die Macher der Parade engagieren sich unter anderem dafür, ihr Leben frei und ohne Bevormundung gestalten zu können. „Es geht aber auch um Kultur von unten, quasi von der Basis aus“, sagt Nagel.

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So ist eines der konkreten Ziele der Kultur-Demonstranten, legale Möglichkeiten für unkommerzielle Open-Air-Partys in Leipzig zu schaffen. Immer wieder war es in den letzten Jahren zur Auflösung halböffentlicher, aber nicht angemeldeter Musikveranstaltungen durch die Leipziger Polizei gekommen. „Wir fordern deshalb die Einrichtung einer selbstverwalteten Freifläche, auf der im Sommer bis in die Nacht Kulturveranstaltungen stattfinden können“, so die GSO-Organisatorin.

Obwohl es bereits Gespräche mit der Stadt gegeben habe und auch ein Konzept für selbstorganisierte Partys erarbeitet wurde, sei bislang keine geeignete Fläche gefunden worden – doch die Leipziger Kulturschaffenden wollen weiter dafür kämpfen.

Fotos von der Global Space Odyssey 2010 in Leipzig:

Start für die GSO war um 13 Uhr am Connewitzer Kreuz. Nach einer Auftaktkundgebung bewegte sich die Party-Parade über die Karl-Liebknecht-Straße, die Bernhard-Göring-Straße und den Peterssteinweg bis in die Innenstadt. Von dort ging es weiter über den östlichen City-Ring vorbei am Hauptbahnhof Richtung Arena zur einer Zwischenkundgebung. Anschließend zog die GSO weiter über die Jahnallee und den Lindenauer Markt bis zur Abschlussveranstaltung am Richard-Wagner-Hain.

Robert Nößler / stb

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