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Lokales Kulturzentrum Anker: Stadt Leipzig bestätigt 486.000 Euro Mehrkosten
Leipzig Lokales Kulturzentrum Anker: Stadt Leipzig bestätigt 486.000 Euro Mehrkosten
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08:00 09.08.2016
Vor einigen Monaten waren im Saal des Kulturzentrums Anker Bauleute schon mal zu sehen. Gegenwärtig ruhen die Arbeiten wieder. Quelle: Foto: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Die Stadt Leipzig hat jetzt einen LVZ-Bericht bestätigt, wonach die Sanierung des Kulturzentrums Anker um rund 500. 000 Euro teurer wird. Diese Summe war vergangene Woche bei einem Pressetermin vor Ort durchgesickert, bei dem Nachfragen der Presse dazu abgelehnt wurden.

Nach Rücksprache mit dem Bau- sowie Kulturdezernat teilte das Referat Kommunikation im Neuen Rathaus nun mit, dass die Steigerung nach aktuellem Stand etwa 486. 000 Euro betrage. Mehrkosten hätten sich nicht nur für das 1873 errichtete Saalgebäude ergeben. Dort seien kurz vor der Sommerpause weitere Schäden entdeckt worden – unter anderem an der östlichen Außenwand. Der Löwenanteil entfalle aber auf Zusatzforderungen wegen des nun notwendigen Neubaus des rückwärtigen Bühnenbereichs. Auch müssten wegen Forderungen des Denkmalschutzes das Dach in Schiefer gedeckt sowie eine Ersatztreppe in Holz ausgeführt werden. Alles in allem seien für den Saal zusätzlich 292. 000 Euro nötig.

Weitere 124. 000 Euro Mehrkosten hätten die schon seit September 2014 laufenden Arbeiten in den anderen Teilen des Ankers verursacht. Mehr als die Hälfte davon sei durch eine „Verlängerung der Bauzeit“ entstanden. Hinzu kamen „Leistungserweiterungen“ bei der Elektrik, Einbruch- und Brandmeldeanlagen sowie einer besonderen Verfestigung des Bodens unter dem jetzt neu entstandenen Gebäude an der Ecke Wolff-/Renftstraße.

Bekanntlich sollen dieses Eckhaus und das nun nach historischem Vorbild nachgebaute Kneipengebäude am 1. September durch Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) eröffnet werden. Von 14 Uhr bis Mitternacht gibt es dann ein Fest mit vielen Überraschungen und großem Abschluss-Feuerwerk. Ob an dem Tag endlich auch die Saalsanierung als letzter Baustein für das Gesamtensemble startet, vermochte die Rathaus-Pressestelle nicht zu beantworten. Die Beschlussvorlage für die 486. 000 Euro Zusatzkosten werde voraussichtlich erst am 21. September im Stadtrat behandelt, hieß es dazu.

Die Sanierung des Kulturzentrums war mehrfach verschoben worden. 2015 genehmigte der Stadtrat eine Kostenerhöhung um 1,8 auf 5,2 Millionen Euro. Nach letztem Stand sollte der Saal Mitte 2017 wieder nutzbar sein. Inzwischen ist hier die Rede vom ersten Quartal 2018.

Von Jens Rometsch

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