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Lokales Kunstrasen statt Parkplatz – Initiativen schlagen neue Nutzung des Verkehrsraumes vor
Leipzig Lokales Kunstrasen statt Parkplatz – Initiativen schlagen neue Nutzung des Verkehrsraumes vor
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19:14 17.09.2011
Park(ing) Day Leipzig in der Industrie- / Ecke Holbeinstraße: Christoph Berndt, Beatrice Garske, Josefine Schmidt und Franziska Neumann (v.l.) haben für den Ökolöwen einen Parkplatz in einen kleinen "Park" verwandelt. Quelle: Michael Frömmert
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Leipzig

Sie waren Teil eines Aktionstages von Bürgern gegen hohe Verkehrsbelastung in der Messestadt. „Wir wollen zeigen, dass Parkplätze besser genutzt werden können als für Autos, die im Schnitt sowieso 23 Stunden am Tag stehen“, sagt Beatrice Garske. Sie engagiert sich beim Umweltbund Ökolöwe und hat gemeinsam mit drei anderen jungen Leuten am Sonnabend eine der rund 15 grünen Inseln aufgebaut.

Hier an der Ecke Industrie- und Holbeinstraße sitzen sie also, verteilen Brause und kommen mit Passanten ins Gespräch. „Einige Leute fahren vorbei und gucken kritisch“, sagt Christoph Berndt. „Aber wir wollen die Aufmerksamkeit erreichen und unser Anliegen vortragen.“ Sie wollen zeigen, dass der öffentliche Raum auch anders genutzt werden kann. „Es können Ort der Begegnung entstehen“, schlägt Beatrice vor. „Viele Straßen Leipzigs könnten anders belebt werden statt von einer Blechlawine versperrt zu sein“, ergänzt Christoph.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_12061]So fordern die beiden mehr Grünflächen und ausgebaute Radwege. „Das ist gut für’s Stadtklima“, sagt Beatrice. Außerdem seien die Straßen dann weniger gefährlich. Auf Mobilität müssten die Leipziger dabei nicht verzichten, aber dafür beispielsweise das Auto mit anderen teilen.

Bürgerinitiative mit Aktionstag zufrieden

Der so genannte Park(ing) Day war Teil des Aktionstages gegen zu hohes Verkehrsaufkommen in Leipzig, der vom Bündnis „Bürger für umweltfreundliche Mobilität“ initiiert wurde. Dieses setzt sich unter anderem aus verschiedenen Bürgerinitiativen zusammen. Constanze Latussek vom Musikviertel e.V. zeigte sich am Abend gegenüber LVZ-Online zufrieden: „Wir waren selbst von dem Ansturm überrascht. Besser hätte es nicht laufen können.“ Das Anliegen, mit vielen Menschen darüber ins Gespräch zu kommen, wie der Verkehr in Leipzig reduziert werden könne, habe das Bündnis erreicht. Allein auf das Straßenfest in der Karl-Tauchnitz-Straße seien mehrere hundert Besucher gekommen.

Auch in der Karl-Liebknecht-Straße enstand eine kleine grüne Insel. Quelle: Dirk Knofe

Dort hatten sich am Nachmittag Vereine, Parteien und Initiativen versammelt. Jürgen Kasek, Sprecher der Leipziger Grünen, hatte die Veranstaltung als Versammlung angemeldet. Die Straße war daraufhin am Nachmittag für mehrere Stunden gesperrt.

Neben dem Fest im Musikviertel standen im gesamten Stadtgebiet am Sonnabend auch Diskussionsrunden und kleinere Kundgebungen auf dem Programm.

maf

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Mit zahlreichen Aktionen im gesamten Stadtgebiet hat das Bündnis „Bürger für umweltfreundliche Mobilität“ am Sonnabend für weniger Straßenverkehr in Leipzig geworben.

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