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Lokales Kunstwerke im Abtnaundorfer Schlosspark mit Gestank
Leipzig Lokales Kunstwerke im Abtnaundorfer Schlosspark mit Gestank
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00:30 08.06.2018
Abtnaundorfer Schlosspark in Leipzig: „Doppelt hell an dunklen Ufern" heißt die Installation von Franziska Möbius. Quelle: Armin Kühne
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Leipzig

Wie kann man Kunstwerke in einem übelriechenden, ja geradezu stinkenden Gewässer platzieren, in dem es kaum noch Leben gibt?“ Diese Frage beschäftigt unseren Leser Thomas Schneider. „Das Gewässer müsste gereinigt und ein Zu-/Ablauf wiederhergestellt werden. Dieser Teil des Parkes ist schließlich ein Anziehungspunkt in dieser Gegend“, so der Schönefelder angesichts unseres Beitrags „,Doppelt hell an dunklen Ufern’ zurück im Abtnaundorfer Schlosspark“ vom 16. Mai. Die Entschlammung des Teiches sei wohl geplant. „Wie ist der Stand der Dinge?“, fragt der Leser.

Wasser zirkuliert kaum

„Der Parkteich ist stark verschlammt und das Wasser zirkuliert kaum“, bestätigt das Rathaus die Anfrage. Infolge des ständigen Eintrags von Biomasse (Laub, Geäst) durch den Uferbaumbestand sowie zusätzlicher Nährstoffe durch das Füttern von Wassergeflügel komme es insbesondere in Sommermonaten zu Beeinträchtigungen der Wasserqualität bis hin zu Geruchsbelästigungen für Spaziergänger und Anwohner.

„Des Weiteren treten regelmäßig lokale Vernässungserscheinungen im Umfeld des Teiches und der Gräben auf, sodass davon auszugehen ist, dass ein ungehinderter Wasserabfluss aus dem System nicht mehr in ausreichendem Maße gewährleistet ist.

Aus diesen Gründen ist eine grundhafte Instandsetzung des Teiches sowie des angeschlossenen Grabensystems geplant.“ Der sanierungsbedürftige Zustand des Parkteiches Abtnaundorf sei dabei hinreichend bekannt. „Die Sanierung des Gewässers wurde in die Hochwasserschutzvorlage der Stadt Leipzig aufgenommen und bestätigt. Im Haushalt 2017/2018 wurden hierfür entsprechende Planungsmittel bereitgestellt, um eine insbesondere unter den Gesichtspunkten des Natur- und Denkmalschutzes genehmigungsfähige Sanierungsmaßnahme erarbeiten zu können. Das Entfernen von Schlamm und Laub aus dem Gewässer ist in der Tat erforderlich“, hieß es.

Hoher finanzieller Aufwand

Jedoch sei zu beachten, dass der Aushub entsprechend der Gesetzgebungen entsorgt werden muss, was zumeist einen hohen finanziellen Aufwand bedeutet. Zudem wäre es nicht zielführend, den Teich allein zu betrachten. „Vielmehr muss das gesamte Gewässersystem des Parks in die Planung und Sanierung einbezogen werden, um eine nachhaltige Lösung zu schaffen. Eine entsprechende Aufgabenstellung wurde erarbeitet und durch die beteiligten Ämter geprüft. Da sich das Gewässer in einem Landschaftsschutzgebiet sowie in einer denkmalgeschützten Parkanlage befindet, wurde sowohl das Amt für Umweltschutz als auch das Landesamt für Denkmalpflege bereits frühzeitig in die Planung einbezogen.

Geplant sei die schonende Entschlammung des Parkteichs und des angeschlossenen Grabensystems mit dem geringstmöglichen Eingriff in die denkmalgeschützten Strukturen und Parkelemente.

Außerdem soll das Gewässersystem unter Beachtung der Wasserführung der Parthe sowie naturschutzrechtlicher Auflagen und denkmalpflegerischer Forderungen aktiviert werden. Nicht zuletzt würden Uferböschungen und Wasserbauwerke instandgesetzt. „Der Planungsauftrag hierzu wurde zwischenzeitlich erteilt. Die Fertigstellung der Genehmigungsunterlage für die Entschlammung und Aktivierung des Parkteiches Abtnaundorf und des angeschlossenen Parksystems ist für den Herbst dieses Jahres avisiert“, teilte das Rathaus auf Anfrage mit.

Von Cornelia Lachmann

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