Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Kurden demonstrieren in Leipzig nach Terroranschlag in Ankara
Leipzig Lokales Kurden demonstrieren in Leipzig nach Terroranschlag in Ankara
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:55 11.10.2015
Kurdische Demonstranten am Sonntagnachmittag vor dem Leipziger Hauptbahnhof. Quelle: André Kempner
Leipzig

Nach dem verheerenden Terroranschlag am Samstag in Ankara sind am Sonntag in Leipzig etwa 50 Kurden und Unterstützer für eine Fortsetzung des Friedensprozesses in der Türkei auf die Straße gegangen. „Wir verurteilen diesen feigen Anschlag aufs Schärfste und rufen die internationale Öffentlichkeit und die demokratischen Kräfte dazu auf, diese Angriffe zu verurteilen und sich mit den demokratischen Kräften in der Türkei zu solidarisieren“, hieß bei der Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz.

Die Teilnehmer warfen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan vor, den Friedensprozess im Land am Bosporus zu blockieren und es bewusst in einen Bürgerkrieg führen zu wollen. Der geplante Friedensmarsch in Ankara am Samstag sollte diesem Krieg entgegenwirken. „Doch gewisse dunkle politische Kräfte in der Türkei haben mit diesen Bombenanschlägen erneut unter Beweis gestellt, dass sie keinen Frieden und keine Demokratie in der Türkei wollen“, mutmaßen die Kundgebungsteilnehmer in Leipzig.

Etwa zeitgleich zur Demo in der Messestadt waren in Dresden auch etwa 80 Kurden auf die Straße gegangen. Der Friedensprozess sei erneut bombardiert worden, sagte ein Sprecher des Dresdner Vereins Deutsch-Kurdischer Begegnungen bei der Kundgebung. Ein Mitglied der kurdischen Gemeinde in Dresden vermisse noch seinen Bruder, der an der Demonstration in Ankara teilnahm, hieß es. Auf einem Plakat wurde der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan als Terrorist bezeichnet. Nach Schätzungen des Vereins sollen in Dresden 500 bis 600 Kurden leben, in ganz Sachsen 3000.  .

Bei dem Terroranschlag am Samstag in Ankara wurden 95 Menschen durch Bomben in den Tod gerissen. Mehr als 100 Weitere mussten mit zum Teil schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden. Zu dem Marsch für Frieden und Demokratie hatten vor allem die pro-kurdische Partei HDP und andere regierungskritische Gruppen aufgerufen. (mit dpa)

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Genossenschaft Agrarprodukte Kitzen will am 7. November den ersten Milchautomaten in Leipzig eröffnen. Kunden sollen hier selbst frische Milch aus dem Landkreis zapfen können.

31.10.2015

In Leipzig haben etwa 500 Menschen gegen die neuen Richtlinien im Asylrecht demonstriert. Ein Teilnehmer wurde dabei angegriffen.

11.10.2015

Keiner stellt in der Messestadt mehr Wohnraum an Flüchtlinge als die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB). Das Unternehmen ist der größte Vermieter im Stadtgebiet. Die LVZ hat mit den Geschäftsführerinnen gesprochen.

09.10.2015