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Kurden demonstrieren in Leipzig nach Terroranschlag in Ankara

Protest gegen Erdoğan Kurden demonstrieren in Leipzig nach Terroranschlag in Ankara

86 Menschen sind am Samstag in Ankara bei einem Terroranschlag getötet worden. Am Sonntag demonstrierten in Leipzig Kurden und Unterstützer für eine Fortsetzung des Friedensprozesses im Land am Bosporus.

Kurdische Demonstranten am Sonntagnachmittag vor dem Leipziger Hauptbahnhof.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Nach dem verheerenden Terroranschlag am Samstag in Ankara sind am Sonntag in Leipzig etwa 50 Kurden und Unterstützer für eine Fortsetzung des Friedensprozesses in der Türkei auf die Straße gegangen. „Wir verurteilen diesen feigen Anschlag aufs Schärfste und rufen die internationale Öffentlichkeit und die demokratischen Kräfte dazu auf, diese Angriffe zu verurteilen und sich mit den demokratischen Kräften in der Türkei zu solidarisieren“, hieß bei der Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz.

Die Teilnehmer warfen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan vor, den Friedensprozess im Land am Bosporus zu blockieren und es bewusst in einen Bürgerkrieg führen zu wollen. Der geplante Friedensmarsch in Ankara am Samstag sollte diesem Krieg entgegenwirken. „Doch gewisse dunkle politische Kräfte in der Türkei haben mit diesen Bombenanschlägen erneut unter Beweis gestellt, dass sie keinen Frieden und keine Demokratie in der Türkei wollen“, mutmaßen die Kundgebungsteilnehmer in Leipzig.

Etwa zeitgleich zur Demo in der Messestadt waren in Dresden auch etwa 80 Kurden auf die Straße gegangen. Der Friedensprozess sei erneut bombardiert worden, sagte ein Sprecher des Dresdner Vereins Deutsch-Kurdischer Begegnungen bei der Kundgebung. Ein Mitglied der kurdischen Gemeinde in Dresden vermisse noch seinen Bruder, der an der Demonstration in Ankara teilnahm, hieß es. Auf einem Plakat wurde der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan als Terrorist bezeichnet. Nach Schätzungen des Vereins sollen in Dresden 500 bis 600 Kurden leben, in ganz Sachsen 3000.  .

Bei dem Terroranschlag am Samstag in Ankara wurden 95 Menschen durch Bomben in den Tod gerissen. Mehr als 100 Weitere mussten mit zum Teil schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden. Zu dem Marsch für Frieden und Demokratie hatten vor allem die pro-kurdische Partei HDP und andere regierungskritische Gruppen aufgerufen. (mit dpa)

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