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Kurzparker schauen in der Tiefgarage am Leipziger Augustusplatz in die Röhre

Pünktlich zur Weihnachtszeit Kurzparker schauen in der Tiefgarage am Leipziger Augustusplatz in die Röhre

Die halbe Stunde für einen Euro ist im Leipziger Parkhaus am Augustusplatz gestrichen. Im gleichen Zuge ist der Tageshöchstsatz deutlich angehoben worden. Der Auto Club Europa rät deshalb, auf städtische Parkplätze oder direkt öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen.

Wer sein Auto im Parkhaus am Leipziger Augustusplatz abstellt, muss dafür mitunter deutlich mehr als zuvor zahlen.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. „Ich bin öfter hier in Leipzig und nutze die Parkhäuser. Da ist mir die Parkgebührenerhöhung gleich aufgefallen. Ich empfinde das als eine Katastrophe“, konstatiert der 55-jährige Bernd Engelmann. Das gleiche Schicksal trifft derzeit viele Besucher der Innenstadt, die wegen Weihnachtsmarkt und verkaufsoffenem Sonntag (18. Dezember) ihr Auto möglichst zentral abstellen wollen.

Pünktlich zur Weihnachtszeit muss dabei mitunter wesentlich tiefer als bisher in die Tasche gegriffen werden. Vor allem Kurzparker blicken in die Röhre und auf höhere Forderungen am Ticket-Automaten. Das ist deutlich in den Häusern des Unternehmens Q-Park am Augustusplatz und unter der Marktgalerie zu spüren. Die 30 Minuten für einen Euro sind komplett gestrichen. Jetzt werden mindestens 2,20 Euro für jede angefangene Stunde fällig. Die Obergrenze liegt in beiden Häusern bei 7 Euro, solange die Garage zwischen 10 und 20 Uhr wieder verlassen wird. Kräftig an der Preisschraube hat Q-Park für Spätausparker gedreht.

Wer sein Auto den ganzen Tag lang in einem der Parkhäuser abstellt und es erst nach 20 Uhr wieder abholt, muss die Tageshöchstgebühr von 15 Euro bezahlen. Das geht aus der Angaben auf der Website des Betreibers hervor. Bisher gab sich der Automat mit zehn Euro zufrieden. Unklar bleibt, ob es sich dabei um einen Aufschlag zur Weihnachtszeit handelt, der im neuen Jahr wieder zurückgefahren wird. Eine Anfrage an die Betreiber-Firma Q-Park ließ das Unternehmen bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unbeantwortet.

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Das Parken in der Tiefgarage am Augustusplatz ist pünktlich zur Weihnachtszeit deutlich teurer geworden. Viele Besucher nehmen das zähneknirschend hin.

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Parkhausbetreiber wittern Geschäft in der Weihnachtszeit

„Es gibt einen Beschluss über Parkgebühren in der Stadt Leipzig und der ist nach wie vor in Kraft. Die Parkhäuser werden jedoch nicht von der Stadt, sondern privaten Unternehmen betrieben“, erläutert Andreas Becht, Regionalbetreuer Sachsen vom Auto Club Europa. „Die Parkhausbetreiber wittern gerade im Weihnachtstrubel ein Geschäft“. Park+Ride-Angebote oder direkt mit S- oder Straßenbahn zu fahren seien sinnvolle Alternativen. Auch städtische Parkplätze seien in der Regel gute Ausweichmöglichkeiten. Wer sich selbst eine Preis-Übersicht verschaffen will, muss in der Regel umständlich die Websites der jeweiligen Betreiber ansurfen.

Günstiger bleiben die Stellplätze unter dem Petersbogen. Im Haus des Unternehmens Apcoa Parking kostet jede angefangene Stunde zwei Euro. Gedeckelt werden die Kosten bei zehn Euro pro Tag (vorher neun Euro). Kostspieliger sieht es unter dem Burgplatz aus. Dort schlägt die erste Stunde bereits mit 2,50 Euro, jede zusätzlich angefangene mit zwei Euro zu Buche. Das Tagesmaximum liegt bei 15 Euro (vorher 14 Euro).

Gerade für Kurzparker besonders attraktiv ist das am Rande des Innenstadtrings gelegene Parkhaus in den Höfen am Brühl. Jede angefangene Stunde ist dort bereits für 1,20 Euro zu haben. Erst ab der vierten Stunde steigt der Preis auf zwei Euro. Wer länger als sechs Stunden parkt, wird am Ticket-Automaten um acht Euro – dem gleichzeitigen Tagesmaximum – erleichtert.

Günstigere Alternativen jenseits des Rings

Für preisbewusste Parker lohnt sich nach wie vor ein Blick auf die andere Seite des Innenstadtrings in Richtung des Hauptbahnhofes. Im Parkhaus auf der Westseite kostet die erste Stunde vergleichsweise günstige 50 Cent. Doppelt so teuer ist bereits die zweite Stunde mit 1,20 Euro während die dritte 1,30 Euro kostet. Mehr als drei Euro pro Tag zahlt niemand.

Ähnliches gilt auch für das Parkhaus auf der Ostseite mit direkter Anbindung an die Promenaden. Unterschiede ergeben sich in diesem Fall jedoch ab der vierten Stunde. Für die und jede weitere werden 1,30 Euro fällig. Maximal entstehen Kosten in Höhe von fünf Euro (zwischen 7 und 23 Uhr). Nachtparker zahlen zwischen 23 und 7 Uhr für jede weitere Stunde jeweils einen Euro.

Von André Pitz

Augustusplatz, Leipzig 51.339044047219 12.380014630936
Augustusplatz, Leipzig
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