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Lokales LVB-Plan: Gleise bis zum alten Leipziger Schwimmstadion
Leipzig Lokales LVB-Plan: Gleise bis zum alten Leipziger Schwimmstadion
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15:32 04.07.2017
Die Leipziger Verkehrsbetriebe prüfen, ob Gleise bis ans alte Schwimmstadion verlegt werden können. Quelle: André Kempner
Leipzig

Wer nach einem Fußballspiel von RB Leipzig mit der Straßenbahn nach Hause will, braucht mitunter Geduld. An den Haltestellen reicht der Platz kaum, um all die Fans aufnehmen zu können, in der Bahn sorgt Gedränge für engen Kontakt zu den Mitmenschen. Die Leipziger Verkehrsbetriebe prüfen derzeit Varianten für die Erweiterung der Gleis- und Haltestellenanlagen am Sportforum.

Erklärtes Ziel: Direkt am Stadion und der Arena sollen mehr Straßenbahnwagen Platz finden, um nach Großevents Sport- oder Musikfans zügig die Heimreise zu ermöglichen, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit. Das wird in der neuen Bundesliga-Saison noch wichtiger, denn RB Leipzig will das Stadion umbauen, die Platzkapazität sukzessive von rund 43.000 auf 57.000 erweitern.

Gleisschleife bis zum alten Schwimmstadion

Variante eins sieht die Verlängerung der Gleisschleife am Waldstraßenviertel vor. Diese führt derzeit über Feuerbachstraße, Max-Planck-Straße und Fregestraße, könnte aber bis vor die Tribüne des alten Schwimmstadions verlängert werden, „wo sich jetzt eine große Brachfläche befindet“, so die Verkehrsbetriebe. Interessant: Die Fläche war seitens der Kommune auch schon als Reserve für den Bau eines Parkhauses durch private Investoren im Gespräch. Eine Ausschreibung ist bisher noch nicht erfolgt, weil laut Stadt erst die Rahmenbedingungen des Stadionverkaufsvertrags zwischen Michael Kölmel und RB Leipzig klar sein müssen.

Variante zwei geht davon aus, in der Friederich-Ebert-Straße am Waldstraßenviertel Gleise zu legen, auf denen Straßenbahnwagen auf Vorrat warten, um nach Ende einer Veranstaltung die Gäste von A nach B zu bringen. Diese Aufstellfläche soll aus der bestehenden Gleisschleife zu erreichen sein: Die Straßenbahnwagen sollen rückwärts in die Parkposition fahren.

Neue Haltestellen für den Ansturm

Vor allem die Haltestelle gegenüber dem aktuellen Haltepunkt in der Max-Planck-Straße soll besser für den Massenansturm ausgebaut werden, und zwar barrierefrei. Bis Ende des Jahres soll die Vorplanung abgeschlossen sein, so die Verkehrsbetriebe. „Sie endet mit einem Variantenentscheid“, teilt das Unternehmen weiter mit. Dazu gab es offenbar weitere Überlegungen, denn schon im vergangenen Jahr hatte die Stadt außerdem eine Haltestelle auf dem Stadionvorplatz in Aussicht gestellt.

Bis zum Ende der Bauarbeiten an der Red Bull Arena sollen auch die neuen Gleis- und Haltestellenanlagen zur Verfügung stehen. Dem Vernehmen nach rechnet man mit der Fertigstellung bis zum Jahr 2020/21. Die Bauvoranfrage ist durch, doch dem Erstligisten geht es derzeit nicht schnell genug voran. Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von RB Leipzig, beklagte gegenüber der LVZ, dass die Gespräche mit der Stadt stocken. „Wir wollten schon einige Schritte weiter sein“, sagte er.

Von Evelyn ter Vehn

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