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Lokales LVB präsentieren Möglichkeiten für Erweiterung des Straßenbahnnetzes im Leipziger Südosten
Leipzig Lokales LVB präsentieren Möglichkeiten für Erweiterung des Straßenbahnnetzes im Leipziger Südosten
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19:28 18.07.2013
Gleisbauer der LVB bei der Arbeit. (Archivbild) Quelle: Andreas Doering
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Leipzig

Für eine Erweiterung der Linie 4, die momentan an der Holzhäuser Straße endet, stehen dabei drei Varianten zur Wahl. Die übrigen sechs Ausbauoptionen beziehen sich auf die Linien 2 und 15, deren Strecke eine zusätzliche Abzweigung erhalten könnte. Auch ein Bürgervorschlag wurde aufgegriffen. Eine Übersicht der Trassenvarianten bietet .

Die Vorschläge sollen nun mit den Bürgern vor Ort diskutiert werden, um schließlich zu einem verbindlichen Beschluss zu gelangen. „Wir legen großen Wert darauf, die Frage der Trasseneinordnung frühzeitig transparent und nachvollziehbar darzustellen und ergebnisoffen zu diskutieren“, sagte der Leiter des Stadtplanungsamtes, Jochem Lunebach. Vorgesehen seien ein Informationstermin, eine Bürgerwerkstatt und eine Abschlussveranstaltung. „Angesichts der Tragweite der Entscheidungen und der unterschiedlichen Interessenlagen der örtlichen Akteure in den betroffenen Ortsteilen ist dies unerlässlich“, so Lunebach.

Ausbaupläne stößen bei Bürgern in Probstheida auf Kritik

Bereits die Ankündigung einer Trassenverlängerung hatte Ende vergangenen Jahres in Probstheida für erhebliche Unruhe gesorgt. Bei einem Bürgerforum, zu dem die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Ende Dezember 2012 eingeladen hatte, kamen viele Probstheidaer und kritisierten mehrheitlich das damals noch gar nicht konzipierte Vorhaben. 1400 Betroffene sammelten seinerzeit sogar schon Unterschriften gegen den Bau einer Trasse in der Franzosenallee. Eine Verlängerung der Linien 2/15 über diese Route steht nun dennoch mit zur Diskussion.

Das Herzzentrum der Universität Leipzig in Probstheida. (Archivbild) Quelle: Andr Kempner

Hintergrund des Netzausbaus ist die Erweiterung des Herzzentrums der Universität Leipzig in der Strümpellstraße. Stadt und Verkehrsbetriebe rechnen dadurch mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen. Die Rede ist von 2000 bis 2500 zusätzlichen ÖPNV-Fahrgästen. Der Ausbau lohne außerdem, weil in dem Gebiet von einem weiteren Bevölkerungszuwachs auszugehen sei. Viele Anwohner bestreiten die Notwendigkeit und sind überzeugt, dass ein verbessertes Bus-Angebot ausreichend wäre.

Baubeginn frühestens in einigen Jahren

Das Beteiligungsverfahren soll nach der Sommerpause am 17. Oktober mit einer öffentlichen Abendveranstaltung starten. Dabei werde es noch einmal unter anderem um die Notwendigkeit der Straßenbahnerweiterung und die bisherigen Arbeitsschritte gehen. Die Bürgerwerkstatt ist für den 16. November geplant. Die Abschlussveranstaltung soll voraussichtlich Anfang Januar 2014 stattfinden. Einzelheiten zu den Terminen wollen Stadt und LVB noch bekannt geben.

Wann die Bauarbeiten beginnen können, ist bisher völlig unklar. Bei der Veranstaltung im Dezember sprach LVB-Geschäftsführer Ronald Juhrs von einem gewaltigen Projekt, das noch mindestens fünf Jahre Vorbereitungszeit benötige. Außerdem muss auch der Stadtrat den Beschluss bestätigen, der jetzt ausgearbeitet wird.

Alexander Laboda

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