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LVB starten Bau des Technischen Zentrums in Heiterblick - Fertigstellung Ende 2013

LVB starten Bau des Technischen Zentrums in Heiterblick - Fertigstellung Ende 2013

Flankiert von politischer Prominenz aus Stadt und Freistaat haben im Leipziger Nordosten am Montag die Bauarbeiten für das neue Werkstattgelände der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) begonnen.

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Die Arbeiten haben begonnen: In Heiterblick bauen die LVB ein neues Technisches Zentrum.

Quelle: Schulz & Schulz Architekten GmbH

Leipzig. Zur Grundsteinlegung am Montagvormittag war Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) auch Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlock (FDP) erschienen.

Die Großinvestition soll ein Befreiungsschlag für das kommunale Unternehmen werden: Mit seiner Hilfe wollen die LVB die völlig marode technische Infrastruktur mehrerer Betriebshöfe ablösen und ein neues Betriebshöfe-Konzept stricken. Ursprünglich wollten die Verkehrsbetriebe zu diesem Zweck in Heiterblick eine neue Technik-Zentrale für rund 150 Millionen Euro bauen.

Neben der Wartung von Straßenbahnen sollten ein zentraler Busbetriebshof und großzügige Bauten für die Verwaltungsmitarbeiter entstehen, sogar die Instandhaltung von S-Bahnen war dort angedacht, um den Betrieb des City-Tunnels zu unterstützen.

Doch das ist lange her: Vom zentralen Bus-Betriebshof ist inzwischen nur noch eine Abstellanlage für 40 Fahrzeuge geblieben, auf die Wartung von S-Bahnen wurde komplett verzichtet und für die Instandhaltung von Straßenbahnen wird zunächst nur eine Hälfte der benötigten Kapazitäten errichtet - wann die zweite Hälfte entstehen wird, ist wegen der unsicheren Finanzlage offen.

Auch Neubauten für Verwaltungsmitarbeiter wird es nicht geben; die 400 Mitarbeiter, die jetzt noch im Zentrum arbeiten sollen, werden zum Teil in sanierten Altbauten untergebracht. Das Baubudget der ersten Baustufe konnte so auf 45,6 Millionen Euro reduziert werden - aber auch diese Summe kann nur aufgebracht werden, weil der Freistaat zehn Millionen Euro beisteuert.

Er gab diese Finanzspritze nur, weil die LVB mit dem Rücken an der Wand stehen: Die Mitte 2013 fällige Hauptinstandsetzung der neuen überlangen XXL-Straßenbahn-Generation kann nicht mehr mit den Uralt-Anlagen bewerkstelligt werden, die teilweise noch aus dem Ersten Weltkrieg stammen.

Auch die betagte Teslabrücke, die die Zentralwerkstatt mit der Torgauer Straße verbindet, muss erneuert werden, weil sie einzustürzen droht. Und die maroden Betriebshöfe Wittenberger Straße, Paunsdorf sowie Dölitz können nur noch betrieben werden, weil die Berufsgenossenschaft zeitlich befristete Ausnahmegenehmigungen erteilt hat.

Die größten Probleme wollen die LVB jetzt lösen, indem sie zeitgleich mit dem Bau des Technischen Zentrums ihr Betriebshöfe-Konzept umstricken. So sollen die Wittenberger Straße nur noch als Abstellanlage genutzt und Paunsdorf aufgegeben werden - weil Wartungsfunktionen ins neue Zentrum übergehen. Es werde "investiert um zu sparen", heißt es. Einsparungen von rund 1,6 Millionen Euro werden jährlich erwartet.

Doch auf dem Weg zu diesem Ziel sind noch einige Probleme zu lösen. Nicht nur die Finanzierung des über 50 Millionen Euro teuren zweiten Bauabschnittes des Technischen Zentrums ist zu bewerkstelligen, sondern auch die Erneuerung des Betriebshofes Dölitz.

Er soll ab 2014 für 18 Millionen Euro komplett modernisiert werden - inklusive des Neubaus einer Wasch- und Wartunghalle. Die Pläne sind fertig, aber auch dort ist die Finanzierung noch nicht abgesichert. "Wir müssen da durch", heißt intern die Devise.

Nicht ganz so extrem ist die Lage an der Bus-Front. Zwar weiß derzeit auch dort niemand, wie die Mittel für den benötigten neuen Bus-Betriebshof aufgebracht werden können. Doch im Bushof Lindenau können die Busse noch etwa zehn Jahre übergangsweise gewartet werden.

Der Neubau der Teslabrücke ist bereits auf den Weg gebracht. Das Baubudget von rund 12 Millionen Euro liege bereit, heißt es. Bis Ende 2013 stehe der Neubau.

Andreas Tappert

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