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Lokales LVB streichen Fahrplanbücher - Nachfrage ging seit Jahren zurück
Leipzig Lokales LVB streichen Fahrplanbücher - Nachfrage ging seit Jahren zurück
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23:59 30.11.2014
In einer Straßenbahn wurde einem 23 Jahre alten Mann ein Messer ins Bein gerammt. Quelle: Volkmar Heinz
Leipzig

Als Abonnentin bekam sie es sogar kostenlos - doch in diesem Jahr wird sie es zum ersten Mal nicht erhalten. "Die LVB haben das Fahrplanbuch aus Kostengründen eingestellt", hat sie erfahren. "Das ist nicht akzeptabel."

Die Gohliserin glaubt, die LVB sparen am falschen Ende. "Wir Senioren brauchen solche Fahrplanbücher, damit wir unsere Anschlüsse zwischen Straßenbahnen, Bussen und S-Bahnen planen können. Wir zahlen doch nun wirklich genug für unsere Tickets. Und mit den alten Tatra-Bahnen nehmen wir auch vorlieb. Da muss doch das Drucken dieser Bücher möglich sein."

LVB-Sprecher Marc Backhaus bestätigt die Einsparung. "Auch wir reagieren auf die rasant wechselnden Rahmenbedingungen bei der medialen Nutzung", sagt er. "Und wir legen Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis von Aufwand und Nutzen. Dabei liegen wir in einem allgemeinen Trend: Auch die Deutsche Bahn und die Kollegen aus Halle bieten inzwischen solche Publikationen nicht mehr an."

In den vergangenen Jahren sei die Nachfrage immer mehr zurückgegangen, so dass im letzten Jahr über 10 000 Exemplare eingestampft werden mussten. Gleichzeitig hätten die LVB in den letzten Jahren eine Vielzahl an Informationsmöglichkeiten für ihre Kunden geschaffen. "Für alle Smartphone-Nutzer bieten wir mit der Handy-App Easy.go eine zeitgemäße Möglichkeit an, sich nach Fahrplänen und aktuellen Ankunftszeiten zu informieren", so Backhaus. Dies werde nachweislich von allen Bevölkerungs- und Altersgruppen immer stärker genutzt. "Knapp 93 000 Downloads, weit über 140 000 Fahrplan- und Verbindungsauskünfte jede Woche und rund 400 000 über die App verkaufte Nahverkehrstickets im Jahr sprechen für eine Erfolgsgeschichte."

Auch die Beliebtheit der LVB-Linienflyer steige immer mehr. "Viele Kunden entscheiden sich heute lieber für ihren individuellen Linienflyer. Allein 2014 haben wir 700 000 Exemplare produziert. Sie werden ständig angepasst und sind deshalb aktueller als ein Fahrplanbuch."

Komfortable Lösungen für umfassende und aktuelle Informationen biete auch der Internetauftritt der LVB. "Jeden Tag nutzen etwa 20 000 Kunden unsere Fahrplanauskunft, inklusive der Möglichkeit sich seinen Fahrplan selbst auszudrucken." Persönliche Linienflyer gebe es im Service-Center am Wilhelm-Leuschner-Platz oder im Mobilitätszentrum am Hauptbahnhof - zum Fahrplanwechsel auch in Mappen zur Aufbewahrung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

Tappert, Andreas

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