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Lokales LVB zur Leipziger Unfall-Statistik: Tram bleibt „eines der sichersten Verkehrsmittel“
Leipzig Lokales LVB zur Leipziger Unfall-Statistik: Tram bleibt „eines der sichersten Verkehrsmittel“
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21:59 23.06.2014
Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Das geht aus einer Anfrage der FDP-Stadtratsfraktion hervor, deren Inhalt LVZ-Online am Sonntag veröffentlicht hat. Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) setzen zur Unfall-Vermeidung vor allem auf Mitarbeiter-Schulungen.

„Selbstredend ist jeder Unfall einer zu viel“, sagt LVB-Sprecher Marc Backhaus. Das interne Datenmaterial zu den Unfallzahlen werde regelmäßig an den Internationalen Verband für öffentliches Verkehrswesen gemeldet. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Straßenbahn eines der sichersten Verkehrsmittel ist – auch in Leipzig“, betont Backhaus.

13 Millionen Kilometer legten die LVB-Schienenfahrzeuge im vergangenen Jahr auf allen Trassen zurück und beförderten rund 142 Millionen Fahrgäste. Dass die Anzahl der Straßenbahnunfälle von jährlich 427 (2010) auf 366 (2013) sank, sei im Kontext stetig steigender Fahrgastzahlen und einem steigenden Verkehrsaufkommen in der Messestadt überaus positiv zu bewerten, so Backhaus. Allerdings wurden 2013 insgesamt 35 Unfälle registriert, in denen eine Straßenbahn verwickelt war und Auto-Insassen, Radfahrer, Fußgänger oder Tram-Fahrgäste verletzt wurden – ein Anstieg um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zwei Menschen verloren bei den Zusammenstößen ihr Leben, so die traurige Bilanz. 2012 verzeichneten die LVB-Verkehrsbeobachter 30 Unglücke mit verletzten Personen. 2011 waren es 28 Fälle.

Dass mehr Menschen von einer Straßenbahn erfasst und auch tödlich verletzt wurden, sei vor allem auch darauf zurückzuführen, dass vor allem Fußgänger den Bremsweg und das Gewicht einer Straßenbahn unterschätzten, so Backhaus. „Hauptursache ist und bleibt für alle Verkehrsteilnehmer die Missachtung der Vorfahrt.“

Der Austausch mit Polizei und Stadt sowie Mitarbeiterschulungen sollen helfen, künftige Unfälle zu vermeiden. „Die Ausbildung geht weit über die Auffrischung von Verkehrsregeln hinaus und macht im Besonderen auf Gefahrenstellen in unserem Netz aufmerksam." Darüber hinaus bieten die LVB in Kindergärten, Schulen und für Senioren Verkehrserziehungen an, um Gefahrenschwerpunkte zu erkennen.

An Unfallschwerpunkten werden beispielsweise zudem für Fußgänger sogenannte Z-Überwege wie am Georgiring aufgebaut. Mit Hilfe der versetzten Geländer erreichen Fußgänger im Zickzackkurs die Haltestelle und werden ausgebremst. Die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer richte sich automatisch auf die einfahrende Bahn. Weitere baulichen Maßnahmen würden bei jedem Neubauprojekt verwirklicht, ergänzt Backhaus.

Benjamin Winkler

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