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Lokales LWB baut bis Sommer 2016 erste Kindertagesstätte in Leipzig
Leipzig Lokales LWB baut bis Sommer 2016 erste Kindertagesstätte in Leipzig
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00:33 23.05.2015
Zwei Millionen Euro kostet die erste von der LWB errichtete Kita (Symbolfoto). Quelle: André Kempner
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Leipzig

Erstmals in ihrer 25-jährigen Geschichte errichtet die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) jetzt selbst eine Kindertagesstätte. Unweit der Kreuzung Elsterstraße/Zentralstraße haben die bauvorbereitenden Arbeiten schon begonnen, teilte das kommunale Unternehmen auf Anfrage der Leipziger Volkszeitung mit. Die offizielle Grundsteinlegung für das rund zwei Millionen Euro kostende Vorhaben werde im Juni erfolgen. Der Fertigstellungstermin liege im Sommer 2016.

Geplant ist eine Einrichtung mit 102 Betreuungsplätzen, darunter 30 für Kinder im Krippenalter sowie zwei integrative Plätze. Als Träger hatte die Stadt Leipzig im vergangenen Jahr den Deutschen Kinderschutzbund ausgewählt. Laut Gabriele Haase, Geschäftsführerin für Wohnungswirtschaft und Bau, werden zugleich schon weitere Kita-Standorte geprüft. "Perspektivisch wird die LWB Einzelstandorte vorantreiben, sich zugleich aber besonders aufs Integrieren von Kitas in den Geschosswohnungsneubau konzentrieren", erklärte sie. "Eine Zielstellung ist auch, das Wohnen und die Kinderbetreuung in einem Objekt zu verknüpfen". Dies entspreche nicht nur den Vorstellungen von Stadtplanern und Architekten. Wie berichtet, fordern diese seit längerem, an citynahen Standorten Kitas nicht mehr grundsätzlich als ein- oder zweigeschossige Flachbauten zu errichten, sondern vielmehr platzsparend: als Teil von größeren Häusern.

Auch Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos), die zugleich Aufsichtsratschefin der LWB ist, hatte sich bei dem Thema für ein Umdenken engagiert. Solche Lösungen könnten vor allem in Lagen helfen, die derzeit noch unterversorgt sind. "Wie im Leipziger Süden", sagte Haase. Der Großvermieter, dem rund jede zehnte Wohnung in der Messestadt gehört, stehe dazu in enger Abstimmung mit der Kommune.

Bewährt habe sich die Unterstützung von Tagesmüttern und -vätern, die sich in LWB-Wohnanlagen selbstständig gemacht haben. Seit 2004 wurden dafür 84 Wohnungen vermietet. Die dort tätigen Tagesmütter und -väter erhielten eine Anschubfinanzierung von jeweils 1000 Euro. Diese Förderung gebe es auch künftig. Zurzeit sind in den LWB-Häusern 55 Tagesmütter- und väter aktiv, die 275 Kinder betreuen. Dies entspricht der Kapazität von mindestens zwei Kitas.

Außerdem habe das Unternehmen durch das Bereitstellen von Flächen dazu beigetragen, dass 600 weitere Kita-Plätze in Leipzig entstehen konnten. Per Erbbaurecht geschah das in der Demmeringstraße 83 (Verein Zwergenland), am Clara-Wieck-Platz (Kinderstiftung) und in der Scheffelstraße 42 (Diakonisches Werk). An Investoren verkauft wurden Baugrundstücke an der Thietmarstraße sowie für Kita-Erweiterungen in der Calvisius- und Oberdorfstraße. "Wir freuen uns, dass die LWB nunmehr wirtschaftlich in der Lage ist, selbst in soziale Infrastruktur zu investieren", sagte Ute Schäfer, Geschäftsführerin für Finanzen und Vermögenssteuerung. "Unsere Hauptaufgabe bleibt jedoch das Vermieten und Bewirtschaften von Wohngebäuden." In den nächsten Jahren sollen vor allem die Plattenbaubestände des Unternehmens Schritt für Schritt saniert und instandgesetzt werden. "Das sind wir unseren Mietern schuldig", betonte Haase hierzu.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.05.2015
Jens Romentsch

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