Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales LWB und Wohnungs-Genossenschaft quartieren Flüchtlinge ein
Leipzig Lokales LWB und Wohnungs-Genossenschaft quartieren Flüchtlinge ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 19.08.2015
Die LWB stellt Wohnungen für Asylbewerber zur Verfügung. (Archivfoto) Quelle: Leipzig report
Anzeige
Leipzig

Leipzigs Wohnungswirtschaft unterstützt die Stadt bei der Vergabe von Wohnraum an Flüchtlinge. Wie ein Rathaussprecher sagte, stelle die stadteigene Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) neben größeren Unterkünften zwischen 50 und 60 Wohnungen pro Monat zur Verfügung, in denen die Kommune Asylbewerber unterbringen kann. Die Wohnungsbaugenossenschaften helfen ebenso.

"Wir sind mit der Stadt darüber im Gespräch", erklärte Steffen Foede, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Unitas. Die Unitas habe auch schon Flüchtlinge in ihren Wohnungen einquartiert. "Die Stadt hat in diesen Fällen die Genossenschaftsanteile finanziert, die aufgrund unserer Satzung gezahlt werden müssen", so Foede. Mit Hilfe eines Sprachmittlers werde auch regelmäßig bei den Flüchtlingen vorbeigeschaut, um weiteren Handlungsbedarf zu ermitteln und Hilfe anzubieten. "Es ist uns aber nicht möglich, der Stadt ein ganzes Kontingent an freien Wohnungen zur Verfügung zu stellen, die dann von ihr selbst vergeben werden", betonte der Vorstand. Die Satzung der Unitas schreibe vor, dass die Genossenschaft selber entscheiden müsse, ob ein neuer Hausbewohner ins Quartier passe oder nicht. "Es gibt in Leipzig auch Genossenschaften mit etwas anderen Satzungen, die auch schon Mietverträge direkt mit der Stadt abschließen, wodurch diese dann die Flüchtlinge nach eigenem Ermessen einquartieren kann", so Foede.

Auch der stadteigene Großvermieter Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) arbeitet eng mit dem Sozialamt zusammen, um Flüchtlinge unterzubringen. Die zum Wohnungsunternehmen gehörende Abteilung "Sozialmanagement" habe bereits vielfältige Erfahrungen bei der Unterbringung von Asylsuchenden gesammelt, heißt es dort. Die LWB bietet zum Beispiel seit 2013 jeden Monat eine Asylbewerbersprechstunde im Servicekiosk in der Konradstraße an.

Der Wohnungsleerstand bei der LWB betrug zur Jahresmitte 2015 rund 4,9 Prozent. "Diese Leerstandsquote lässt allerdings keine Rückschlüsse darauf zu, wie viele Wohnungen sofort an Flüchtlinge vermietet werden könnten", betont Sprecherin Samira Sachse. Denn im Gesellschafterauftrag des Stadt-Unternehmens sei festgelegt, dass die LWB für breite Schichten der Bevölkerung Wohnraum zur Verfügung zu stellen habe.

"Die LWB ist seit Jahren mit Abstand der Vermieter in Leipzig, der die meisten Wohnungen für Asylsuchende bereitstellt", sagt Sachse. Bei der Belegung der Wohnungen vertraue die LWB auf den Sachverstand und die Erfahrungen ihrer Mieterbetreuer und Vermieter, die auch dafür Sorge tragen, dass Nachbarschaften nicht überfordert werden. Um die neuen Mieter, die aus aller Herren Länder kommen, gut zu empfangen und willkommen zu heißen, erhält die LWB zudem Unterstützung von Vereinen, wie zum Beispiel den Internationalen Frauen und dem Sozialamt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.08.2015

Nach der hektischen Einrichtung der Asyl-Notunterkunft in der Leipziger Grube-Halle am Freitag ist das Wochenende in relativ ruhigen Bahnen verlaufen. Die ersten gut 100 Flüchtlinge sind angekommen, ehrenamtliche Helfer halten den Betrieb aufrecht. Ein Besuch in der Halle.

19.08.2015
Lokales Mit dem Trabi auf dem Kanal - Leinen los: Leipzig feiert 15. Wasserfest

Ahoi und Leinen los! Tausende setzten am Wochenende symbolisch die Segel, ließen sich von Ankerplatz zu Ankerplatz treiben, um im, am und auf dem Wasser eine Menge zu erleben. Das 15. Leipziger Wasserfest begeisterte wieder Besucher aus nah und fern. Unser Fotograf war dabei.

16.08.2015

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) hat am Sonntag die neue Flüchtlingsunterkunft in der Leipziger Ernst-Grube-Halle in Augenschein genommen. Die Sozialdemokratin lobte das große ehrenamtliche Engagement und die Willkommenskultur. Zudem versprach sie Verbesserungen.

16.08.2015
Anzeige