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Lokales LWB wächst um 1500 Wohnungen
Leipzig Lokales LWB wächst um 1500 Wohnungen
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23:16 08.06.2016
An der Elsterstraße wird nächste Woche die erste Kita übergeben. Quelle: Peter Usbeck
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Leipzig

Leipzigs größter Vermieter LWB hat zum fünften Mal in Folge schwarze Zahlen geschrieben. Mit 8,1 Millionen Euro lag der Gewinn im vergangenen Jahr zwar unter dem Wert von 2014 (9,1 Millionen). Dafür stiegen aber die Bauausgaben um über 50 Prozent auf 42,5 Millionen Euro, teilte Finanzgeschäftsführerin Ute Schäfer am Mittwoch zur Bilanz mit. Die Ausgaben zur Instandhaltung der reichlich 35 000 Wohnungen seien von 10,84 pro Quadratmeter auf 12,16 Euro erhöht worden. Um den alten Sanierungsstau zu verringern, sollen es in diesem Jahr 13,53 Euro sein.

Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) betonte als Aufsichtsratschefin den sozialen Auftrag des kommunalen Unternehmens. Nächste Woche werde an der Elsterstraße vorfristig die erste Kita übergeben, welche die LWB gebaut hat. „Zwei weitere sind geplant.“ 2015 sei die durchschnittliche Kaltmiete um 9 Cent auf 4,98 Euro (+ 1,8 Prozent) gestiegen. Dieser Wert dämpfe den Markt, auch wenn 2016 sicher die Schwelle von fünf Euro überschritten werde. Um ihre zehn Prozent Marktanteil in der Stadt zu halten, müsse die LWB bald jährlich über 300 Wohnungen bauen oder kaufen. „Leider liegt dafür das sächsische Programm zum Sozialen Wohnungsbau noch nicht vor.

Die neuen Projekte der LWB: Im Dunckerviertel ist nun alles saniert, im Kreuzstraßenviertel folgt 2016 der letzte Bauabschnitt. An der Elsterstraße wird nächste Woche die erste Kita übergeben. (Fotos: Peter Usbeck)

"Laut Gabriele Haase, der Geschäftsführerin für die Wohnungsbewirtschaftung, wurden 2015 bereits 88 Wohnungen „im mittleren Preissegment“ gekauft (an der Hannoverschen Straße in Gohlis und Bergerstraße in Schönefeld). Zudem kamen 552 Wohnungen (am Adler und in der Thaerstraße in Eutritzsch) aus einem Fonds ins Eigentum der LWB zurück. Weitere 717 Wohnungen (in Leutzsch rings um die Heimteichstraße sowie in Reudnitz rings um die Holsteinstraße) erwarb das Unternehmen erst im Februar 2016 für 65,4 Millionen Euro – ebenfalls aus einem Fonds. Diese Fonds hatte die LWB einst in ihren Krisenzeiten an Geldanleger verkauft, sie standen aber weiter unter ihrer Verwaltung. „Wir sind froh, diese Bestände wieder dauerhaft für die Stadt Leipzig gesichert zu haben“, erklärte Schäfer. Allerdings werde nach dem weiteren Schuldenabbau von 589 auf 566 Millionen Euro im letzten Jahr die Kreditbelastung nun wieder etwas steigen.

Ursache dafür seien auch viele Sanierungsvorhaben wie die letzten Abschnitte im Duncker- und Kreuzstraßenviertel oder das alte Hochhaus in der Karl-Liebknecht-Straße 109. Neben ihrem neuen Firmensitz an der Wintergartenstraße hat die LWB im März den Bau von zwei Häusern begonnen, deren 98 Wohnungen jedoch mit Kaltmieten von über zehn Euro kalkuliert sind. Bei den meisten Sanierungsvorhaben, versprach Haase, „versuchen wir, Mietsprünge zu verhindern.“

Von Jens Rometsch

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