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Lokales Lama Horst geht bald in Ruhestand – Lama Sancho wird schon als Nachfolger trainiert
Leipzig Lokales Lama Horst geht bald in Ruhestand – Lama Sancho wird schon als Nachfolger trainiert
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15:17 09.01.2018
So oft wie möglich wird Lama Sancho auf verschiedenen Wegen durch den Zoo geführt.   Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Lama Horst gehört zu den Promis und Publikumslieblingen des Leipziger Zoos, bekannt durch Fernsehen, Presse und viele Liveauftritte. Stets war die Begeisterung groß, wenn Horst im Gewandhaus, auf dem Weihnachtsmarkt, auf der Rennbahn, im Kino, in Altenheimen, auf Stadtteilfesten, in Kleingartensparten oder bei vielen Festen im Zoo seine Auftritte hatte.

Doch wie manch’ älterer Herr ist er nun nicht mehr so gut zu Fuß. Ende April wird er 15 Jahre alt, die Gelenke bereiten ihm Beschwerden, je nach Wetter läuft er besser oder eben schlechter. Zeit für die Rente! Im Laufe des Jahres soll das Marketing-Tier des Zoos außer Dienst gestellt werden und seinen Ruhestand genießen. Horsts Auftritte sind bereits deutlich zurückgefahren worden, besonders die außerhalb des Zoos.

Die Jugend muss nun ran – und da steht auch schon der Nachfolger in den Startlöchern: Lama Sancho, fünf Jahre jung. Geboren wurde er bei einem Lama-Züchter in Österreich, der ihn bereits ein wenig auf seinen neuen Job vorbereitet hat. Doch bevor ein stinknormales Lama für den Posten eines Marketing-Tiers qualifiziert ist, bleibt noch einiges zu tun.

„Das ist aber nicht Lama Horst?!“, fragen viele Zoobesucher. Nein, es ist Lama Sancho, der sich auf seine Aufgabe als künftiges neues Marketing-Tier des Leipziger Zoos vorbereitet.

So oft wie möglich – im Idealfall täglich – wird Sancho jetzt zum Spaziergang durch den Zoo abgeholt. Dass er sich ein Halfter anlegen lassen muss, passt ihm nicht so richtig. Aber sobald er seine Koppel verlassen hat, klappt alles ganz gut. Besonders, wenn seine Kumpels Horst und Harry ihn begleiten dürfen. „Manchmal läuft er wie eine Eins, manchmal ist er aber auch ein lahmes Lama und bleibt ständig stehen“, erzählt Janet Pambor, Bereichsleiterin Südamerika.

Gewöhnt hat Sancho sich bereits an die vielen Menschen, die ihn entzückt umringen, streicheln und fotografieren. Er steigt Treppen, besucht öfter mal die Mitarbeiter im Safaribüro und guckt dort übern Tresen. Dass dabei das Telefon klingelt, die Tür auf- und zugeht, nimmt er gelassen zur Kenntnis. Neugierig schaut er in manchen Kinderwagen hinein – mit Erlaubnis der Eltern natürlich. Aber mit allem, was neu ist – neue Wege, die er noch nie gegangen ist, oder eine Leiter, die plötzlich am Wegesrand steht – muss Sancho sich erst mühselig anfreunden. Dann läuft er einfach nicht mehr weiter. „Wir bleiben dann so lange mit ihm stehen, bis es ihm langweilig ist“, berichtet Kurator Ruben Holland. Mit Leckerlis kann Sancho zwar durchaus motiviert werden, aber das wollen seine Betreuer nicht allzu oft tun, damit er später nicht die Zoobesucher anbettelt. Auch das Verladen auf einen Hänger will noch geübt sein.

Von Kerstin Decker

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