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Lokales Landestalsperrenverwaltung: „Potenziell gefährlich“
Leipzig Lokales Landestalsperrenverwaltung: „Potenziell gefährlich“
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00:21 31.07.2017
Noch ist die Parthe bei Panitzsch so ungefährlich wie auf diesem Foto im Mai. Quelle: Thomas Kube
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Leipzig

„Petrus hat uns ein großes Geschenk gemacht“, meint Axel Bobbe, Bereichsleiter der Landestalsperrenverwaltung (LTV) des Freistaates. Denn die Niederschläge, die jetzt im Harz für Katastrophenalarm sorgen, waren ursprünglich für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vorhergesagt worden. „Dafür hatten wir bereits Unwetterwarnungen und Niederschlagsprognosen, die zum Glück alle nicht eingetreten sind“, so der LTV-Bereichsleiter. „Dieser Regen ging weiter westlich nieder.“ Die LTV wird vorrangig mit Wetterprognosen beliefert, die das sächsische Landeshochwasserzentrum auf kurzem Wege direkt vom sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie erhält, nachdem sie vom Deutschen Wetterdienst erstellt wurden.

Die Niederschläge im Harz haben keine Auswirkungen auf die Hochwasserlage in und um Leipzig. „Wir sind betroffen, wenn es in Thüringen und im Vogtland regnet“, so der Experte. „Aber von dort rollt zurzeit nichts an.“ Leipzigs Flüsse hätten seit dem letzten großen Hochwasser im Jahr 2013 immer nur Mittelwasser oder Niedrigwasser geführt. „Statistisch sind wir seit vier Jahren in einer Trockenwassersituation“, so Bobbe. Vor einer Woche hätten die Leipziger Flüsse noch Niedrigwasser geführt. „Durch die Regenfälle der letzten Tage haben wir jetzt eine gute Mittelwassersituation“, sagt der LTV -Mann. Besonders beobachtet wird von seiner Behörde die Parthe. Denn sie schwillt deutlich an, sobald es in Grimma, Albrechtshain oder Taucha stark regnet. „Zurzeit fließen dort 500 bis 700 Liter in der Sekunde, das ist etwas mehr als Mittelwasser – also keine Gefahr“, meint der Experte.

Die LTV stuft dennoch die aktuelle Hochwassersituation in und um Leipzig als „potenziell gefährlich“ ein. „Durch die Niederschläge der vergangenen Tage sind die Böden gesättigt – wenn weitere Niederschläge fallen, nehmen sie nichts mehr auf und das Wasser fließt dann in die Flüsse“, so Bobbe. „Wenn es Anfang nächster Woche regnen sollte, schwellen unsere Flüsse an.“

Von Andreas Tappert

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