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Lokales Landgericht lässt Gesundheit von WBG-Manager Jürgen Schlögel prüfen
Leipzig Lokales Landgericht lässt Gesundheit von WBG-Manager Jürgen Schlögel prüfen
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18:49 25.05.2015
Jürgen Schlögel Quelle: André Kempner
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Leipzig

Beim vorerst letzten WBG-Prozess im November 2013 hatte sich der Nürnberger krank gemeldet. Ein neurologisches Gutachten aufgrund seiner Alkoholkrankheit ließ bei der Wirtschaftsstrafkammer Zweifel an seiner Verhandlungsfähigkeit aufkommen.

 Ein Amtsarzt aus Dessau-Rosslau bestätigte vor einem halben Jahr diesen Befund. Dort hielt sich Schlögel zuletzt auf, dort ist auch eine Firma aus der Nähe von Nürnberg tätig, die im Auftrag Schlögels für die WBG Sanierungsarbeiten durchgeführt hatte. Jetzt hat das Landgericht einen weiteren Amtsarzt eingeschaltet: Er soll untersuchen, ob Schlögels Verhandlungsunfähigkeit anhält und vielleicht von Dauer ist. Wenn dem so sei, würde man das Verfahren womöglich ganz einstellen müssen, räumte Landgerichtssprecher Volker Sander ein. Dann wäre auch die letzte Chance vertan, herauszufinden, wo die hundert Millionen Euro der WBG gelieben sind.

 Schlögel gilt als Hauptdrahtzieher des Finanzskandals, bei dem bundesweit 38 000 Gläubiger rund 360 Millionen Euro verloren haben. Allein an Schlögel sollen über 99 Millionen Euro geflossen sein. Doch bis heute musste sich der Franke dafür nicht verantworten - als einziger der ehemals zehn angeklagten WBG-Funktionäre.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.05.2015
Elke Graßer-Reitzner

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