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Lokales Landtagsabgeordneter Clemen will Riss in der Leipziger CDU kitten und Kreis-Chef werden
Leipzig Lokales Landtagsabgeordneter Clemen will Riss in der Leipziger CDU kitten und Kreis-Chef werden
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23:59 19.04.2013
Karsten Albrecht und Robert Clemen CDU auf der Karli in Leipzig. Quelle: André Kempner

"Wir brauchen in der Leipziger CDU einen Neuanfang und eine Neusortierung. Wir brauchen weniger Streit und mehr Miteinander", sagte Clemen am Freitag.

Clemen wurde von Karsten Albrecht vorgeschlagen. "Wir gehören keiner Partei-Strömung an", so der Vorsitzende des CDU-Verbandes Leipzig-Süd mit Blick auf seine Ortsgruppe. Während der gestrigen Kandidaten-Präsentation war aber auch Ex-CDU-Fraktionschef Alexander Achminow vor Ort, der 2012 den OBM-Kandidaten Horst Wawrzysnki durchgesetzt hatte - gegen den von einer Findungskommission favorisierten Volker Lux, Chef der hiesigen Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU/CSU.

Zur Erinnerung: Nach dem Debakel der verlorenen OBM-Wahl war Kreisverbandschef Detlef Schubert, ein Lux-Anhänger, zurückgetreten. In der Folge waren die tiefen Gräben wieder deutlich geworden - auf der einen Seite eine Gruppe um Lux und den Bundestagsabgeordneten Thomas Feist, auf der anderen Seite eine Fraktion um die Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla und Parteisprecher Andreas Nowak. Zuletzt sorgte Wolfgang Roy für Schlagzeilen. Der Büroleiter von Feist hatte ein Parteimitglied in einem Facebook-Kommentar so heftig kritisiert, dass der Kreisverband ein Parteiordnungsverfahren einleitete (die LVZ berichtete).

Solchen Streit will Clemen beenden. Viele Mitglieder hätten ihn angesprochen; wegen des Streits habe es auch Austrittsdrohungen gegeben. In der Auseinandersetzung seien Grenzen überschritten worden, "die nicht überschritten werden dürfen, wenn man das ,C' im Namen hat", so Clemen. Es gebe mehrere Strömungen und informelle Gruppen sowie "erhebliche Meinungsverschiedenheiten". Sein Anliegen: "die widerstrebenden Kräfte zu einer schlagkräftigen Gruppe formen". Dazu will er alle Ortsverbände besuchen, den Kontakt zur Stadtratsfraktion knüpfen und "Kommunikationsstränge wieder aufnehmen, die ein klein wenig verschütt gegangen sind". Die Leipziger CDU müsse sich wieder stärker von anderen Parteien abgrenzen. Die Familie als Keimzelle der Gesellschaft ist ihm wichtig, innere Sicherheit, Sauberkeit und ein ordentliches Stadtbild nennt er als weitere Schwerpunkte.

Clemen könne die Partei zu neuer Einheit führen, sagte Karsten Albrecht und betonte dessen "integrierenden Charakter". Auch von der vermeintlichen Gegenseite waren moderate Töne zu hören. Lux zeigte sich gestern überrascht von der Kandidatur und ließ offen, ob er ebenfalls antreten wird. Er sagte aber: "Ich kann mit jedem in der Union gut zusammenarbeiten, der mich noch nicht in den Hintern getreten hat. Und Herr Clemen hat mich noch nicht in den Hintern getreten." Feist erklärte: "Ich finde es in Ordnung, wenn jemand sagt, er will Verantwortung übernehmen." Er brauche aber noch ein paar Informationen über Inhalte, Ziele und die künftigen Akteure rund um Clemen, sagte der Bundestagsabgeordnete.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.04.2013

Björn Meine

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