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Lokales Lazarett, Konzertsaal und Bühne für die NSDAP - Geschichte der Leipziger Kongreßhalle
Leipzig Lokales Lazarett, Konzertsaal und Bühne für die NSDAP - Geschichte der Leipziger Kongreßhalle
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18:13 01.12.2011
Die Kongreßhalle am Leipziger Zoo. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Im Ersten Weltkrieg diente das Gebäude an der Pfaffendorfer Straße als Lazarett, später hielten NSDAP und SED hier Parteitage ab.

Nach schweren Beschädigungen durch die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg hatte Leipzigs Bürgermeister Erich Zeigner 1946 überraschend entschieden, die Kongreßhalle als eines der ersten Gebäude in Leipzig wieder aufzubauen. Jahrzehntelang war sie danach das kulturelle Herz der Messestadt und zeitweise auch Heimat des Gewandhausorchester – bis 1988 die Schließung aufgrund von Brandschutzmängeln erfolgte.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) berichtete zur Wiedereröffnung am Donnerstag von dem desolaten Bauzustand. „Als Konwitschny, Neumann und Masur hier Konzerte dirigierten, soll man das Knacken der alten Heizung gehört haben“, gab der  OBM Erzählungen älterer Leipziger wieder. „Während Beethovens 9. Sinfonie müssen die Küchengeräusche – und auch die Gerüche – überwältigend gewesen sein.“

Zur Wiedereröffnung der Kongreßhalle ist ein Buch erschienen, das die 111-jährige Historie des Gebäudes umfassend beleuchtet. „Kongreßhalle Leipzig – Die wechselvolle Geschichte eines traditionsreichen Gesellschaftshauses“ ist im Verlag Pro Leipzig erhältlich.

nöß

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