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Lokales Lebensmittel aus der Region: Leipziger Grüne wollen Eutritzscher Markt beleben
Leipzig Lokales Lebensmittel aus der Region: Leipziger Grüne wollen Eutritzscher Markt beleben
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23:59 14.08.2014
So voll möchten die Grünen den Eutritzscher Markt wieder sehen. Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

Wochenmärkte wie früher sind aber vorerst nicht vorgesehen. Das Marktamt sagte aber zu, Bürgervereine und lokale Partner bei einem Herbstmarkt zu unterstützen, der am 7. Oktober, 13 bis 17 Uhr, stattfinden soll. Dabei sollen vorrangig erntefrische Produkte aus der Region zum Verkauf angeboten werden.

Die Initiative für die Revitalisierung des Marktes geht von Bündnis 90/Die Grünen aus, die im Stadtrat dazu einen Antrag gestellt haben. Der wird nun in den Ausschüssen diskutiert. "Es wäre für den Eutritzscher Ortskern sehr von Vorteil, wenn er wieder mehr belebt wäre", sagt Alrun Tauché, designierte Stadträtin im Wahlkreis 9. "Dies würde der Erhaltung und Identität des historisch gewachsenen Stadtteils ein vitales Flair geben und auf die Umgebung ausstrahlen, wie etwa die Delitzscher Straße." Immerhin habe es dort bis 2006 regelmäßig Wochenmärkte gegeben.

Diese wieder aus dem Boden zu stampfen, hält das Marktamt aber für wenig sinnvoll. Denn der Wochenmarkt ist 2006 ist wegen mangelnder Nachfrage eingestellt worden - seit das Einkaufszentrum "Eutritzscher Zentrum" öffnete. Interessenvertreter der Händler haben der Stadtverwaltung gegenüber "kein Interesse am Standort bekundet", hieß es. Sie seien skeptisch aufgrund der Vorgeschichte, sehen die notwendigen Umsätze nicht gewährleistet. Hinzu kommt: Im Innenhof des "Eutritzscher Zentrums" gibt es bereits seit vielen Jahren typische Wochenmarkthändler.

Wie die Stadtverwaltung mitteilte, werden alle 16 Standorte für Wochenmärkte ständig analysiert. Bei Interesse sei es möglich, Sondernutzungsgenehmigungen wie für den Herbstmarkt auszustellen. Habe dieser Erfolg, könne langfristig ein Markt etabliert werden. Das sei aber schwierig - wie sich auch beim Standort Huygensplatz zeige. Dort gebe es "noch keine permanente Akzeptanz einer breiten Käuferschicht". Die Dominanz eines "weit verzweigten Netzes an Supermärkten und anderen Einkaufsmöglichkeiten" sei auch in Mockau zu spüren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.08.2014

Mathias Orbeck

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