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Lokales Lehrerstreik: Schulen entscheiden in Eigenverantwortung über Umfang
Leipzig Lokales Lehrerstreik: Schulen entscheiden in Eigenverantwortung über Umfang
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17:28 11.02.2019
Die Erich-Zeigner-Schule bleibt am Dienstag dicht. Quelle: André Kempner
Leipzig

Sachsens Lehrer wollen mehr Geld, fordern eine lineare Erhöhung der Einkommen von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro bei einer Tarifvertragslaufzeit von zwölf Monaten. Um diesem Ziel näher zu kommen, hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissen (GEW) zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag kommt es deshalb im Freistaat zu Schulausfall.

Am Dienstag ist vor allem Leipzig betroffen

Am Dienstag steht die Region Leipzig im Mittelpunkt von Streikmaßnahmen. Welche Leipziger Schulen genau betroffen sind, darüber machte die GEW am Montag auf LVZ-Anfrage keine Angaben. Jens Nelle, Regionalverantwortlicher für Leipzig im Sächsischen Lehrerverband (SLV), erklärte dies wie folgt: „Die Belegschaften in den einzelnen Schulen entscheiden in Eigenverantwortung über den Umfang des Streiks.“

Auch der Stadt Leipzig als Trägerin kommunaler Bildungseinrichtungen und dem Landesamt für Schule und Bildung (Lasub) fehlten detaillierte Informationen. Lasub-Sprecher Roman Schulz verwies aber darauf, „dass die Schulen aufgefordert sind, die Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigten sowie die Schüler über den Verlauf konkret vor Ort zu informieren“. Warnstreiks bedeuteten nicht, dass die Einrichtungen geschlossen sind. „In Abhängigkeit vom Streikumfang kann die normale Beschulung bis hin zur einfachen Betreuung erfolgen“, erläuterte Schulz.

Kein Unterricht in der Erich-Zeigner-Schule

Zu den Bildungseinrichtungen in Leipzig, die die Eltern von minderjährigen Kindern über die zu erwartenden Einschränkungen schon am Freitag vergangener Woche informierten, gehörte die Erich-Zeigner-Grundschule. Dort wird am Dienstag definitiv kein Unterricht stattfinden. Die Betreuung im Früh- und im Nachmittagshort seien aber gesichert, da die Erzieher nicht streiken, verlautete in einem Rundschreiben an die Mütter und Väter der Zeigner-Grundschüler. Grundsätzlich empfahl die Schulleitung aber, die Kinder – sofern möglich – zu Hause zu lassen. Eine Notbetreuung werde aber natürlich eingerichtet.

Am Mittwoch betrifft der Streik die Region Südwestsachsen, am Donnerstag streiken Lehrer in Dresden und Bautzen.

Von Katharina Stork

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