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Leih-Laden „Leila“ bietet selten benötigte Dinge zur gemeinschaftlichen Nutzung

Plagwitz Leih-Laden „Leila“ bietet selten benötigte Dinge zur gemeinschaftlichen Nutzung

Der Leih-Laden in der Naumburger Straße versteht sich als Sammelort, an dem eine Gemeinschaft selten benötigte Alltagsgegenstände miteinander teilt. Das Ganze funktioniert wie eine Bibliothek: Wer Mitglied ist, kann sich kostenlos aus dem Leihpool bedienen. Ehrenamtliche Helfer werden noch gesucht.

Lars Frost hat vor einem Jahr den Leih-Laden in Plagwitz eröffnet.

Quelle: André Kempner

leipzig.

Das Ganze funktioniert ähnlich wie eine Bibliothek: Wer mitmachen will, muss zuerst Mitglied werden (Jahresbeitrag 36 Euro) und kann dann kostenlos ausleihen und sich am Leihpool bedienen. Damit „Leila“ wächst, bringt jedes Mitglied einen Gegenstand als Leihgabe oder Schenkung in den Pool ein. Bisher hat der Verein 40 Mitglieder und kann über 200 bis 300 Gegenstände verfügen. Gründer des ehrenamtliches Projekts sind Jana Rehwagen (33), gelernte Handelsfachwirtin, Freiberuflerin – immer auf der Suche nach nachhaltigen Konzepten – sowie ihr Lebensgefährt Lars Frost (38), Geschäftsführer und Mitinhaber einer Leipziger Werbeagentur. Frost betreibt einen Coworking Space im Kulturhafen Riverboat, teilt also schon Arbeitsraum. „Das Thema ist für uns eine Herzensangelegenheit, so wie andere im Fußball ehrenamtlich tätig sind und die kleinen Stifte trainieren“, erklärt er.

Geöffnet hat der Leih-Laden bisher nur zweimal pro Woche, mittwochs und donnerstags von 16 bis 18 Uhr. „Wenn wir mehr Helfer finden, die das ehrenamtlich machen, also ohne Bezahlung und neben ihrer Berufstätigkeit, dann können wir auch öfter aufmachen“, so Lars Frost. Bisher schießen er und seine Freundin privates Geld zu, um die monatliche Miete für die ehemaligen Büroräume zu bezahlen. „Ab 100 Mitglieder würde es sich rechnen“, so der „Leila“-Gründer. Auch für Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung werden Unterstützer gesucht.

Ausleihen kann man sich Werkzeuge wie Stichsäge, Bohr- oder Schleifmaschine, Camping- und Reisebedarf wie Isomatte, Zelt, Rucksack, Koffer oder Schlafsack, Haushalt- und Partygegenstände wie Bowle-, Raclette- oder Fondueset und auch Stühle. Außerdem Skier, Skateboard und eine ganze Menge Spiele, auch Wii-Spiele. „Alle Mitglieder sind darauf bedacht, die Sachen sorgsam zu behandeln und pfleglich damit umzugehen“, versichert Lars Frost. Geht dennoch etwas kaputt, wird es ins Reparaturcafé „Café Kaputt“ in der Merseburger Straße gegeben. In den Leih-Laden kommt die Mutter mit Kind, die Spiele ausleihen will, genauso wie junge Leute, die Schlafsack und Zelt für Festivals brauchen, oder Studenten, die sich ihr WG-Zimmer einrichten. Oder Leute, die einfach die Idee gut finden. Die Ausleihfrist beträgt eine Woche, im Einzelfall auch länger.

Manche Leute spenden dem Leih-Laden Gegenstände, die sie nicht mehr brauchen, „so wie neulich ein Pärchen, das auf Weltreise geht und uns Haushaltgegenstände überlassen hat.“ Schenkungen sind genauso möglich wie Dauerleihgaben, wichtig ist nur, dass die Dinge verleihbar sind. Für alten Krempel, der bei Haushaltauflösungen anfällt und auf den Sperrmüll gehört, fühlt sich „Leila“ nicht zuständig. Bücher werden generell nicht angenommen – um die auszuleihen, gibt es „richtige“ Bibliotheken.

leila-leipzig.de

Von Kerstin Decker

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