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Lokales Leinen los, Thekla!
Leipzig Lokales Leinen los, Thekla!
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11:38 08.05.2018
Falk Dossin Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

„Leinen los“ heißt es wieder, wenn am Freitagabend das Wasserfest am „Bagger“ in Thekla startet. LVZ sprach mit Falk Dossin, dem Vorsitzenden des ausrichtenden Bürgervereins Nordost, über die dreitägige Party, die mehr sein will als Spiel, Spaß und Unterhaltung am und auf dem See.

Das Theklaer Wasserfest wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Da steigt wohl am Wochenende eine ordentliche Geburtstagsparty?

Klar, es wird ein Jubiliäumsfest. Wir hätten vor zehn Jahren nicht gedacht, dass wir so lange durchhalten und mal so etwas Großes daraus werden würde. Erstmals kommt der sächsische Ministerpräsident. Er wird mit uns um 18 Uhr eine Schaukel einweihen, die unser Bürgerverein auf dem Spielplatz am See aufgestellt hat, und danach das Wasserfest eröffnen und ein Fass Freibier anstechen. Außerdem haben wir mit den Firebirds eine hochkarätige Band bei uns. Sie tritt am Freitag um 20 Uhr auf.

Was erwartet die Besucher außerdem?

Am Samstag ist das Badewannenrennen „Grand Prix de Nordost auf der Baggerwelle“ unser Highlight und um 19 Uhr haben wir ein Andreas-Gabalier-Double auf der Bühne Ab 20 Uhr spielen Nightfever und P 70 abwechselnd.

Wie laufen denn die Anmeldungen fürs Badewannenrnnen?

Zehn Badewannen gehen auf jeden Fall an den Start. Wer will, kann natürlich noch mitmachen und mit seiner Badewanne am Sonnabend, 9 Uhr, einfach vorbei kommen. Start ist um 10 Uhr. Die Teams müssen verschiedene Disziplinen absolvieren. Es geht dabei um Schnelligkeit und Geschicklichkeit.

Mehr als 20 000 Besucher lockte das Wasserfest zuletzt an. Da steckt sicher viel Arbeit dahinter. Wer organisiert das Event?

Die Organisation ist komplett ehrenamtlich. Drei Großfamilien machen das. Wir haben nichts an eine Agentur abgegeben. wir machen wirklich alles alleine – inklusive Programm zusammenstellen, mit den Leuten reden, Genehmigungen einholen, Flyer konzipieren und austragen, Plakate aufhängen. Wir beziehen in Planungen für das Wasserfest auch die Besucher ein, haben beispielsweise in diesem Jahr per Facebook-Aufruf erfragt, welche Bands gewünscht werden. Die meisten Wünsche konnten wir dann auch umsetzen – zum Beispiel die Firebirds und Nightfever. Es ist also ein richtiges Fest von Bürgern für Bürger.

Was war vor zehn Jahren der Auslöser, neben dem traditionsreichen Leipziger Wasserfest ein ähnliches Stadtteil-Event am „Bagger“ aufzuziehen?

Wir haben uns immer als kleinen Bruder zum Leipziger Wasserfest und zum Badewannenrennen der „Nato“ gesehen. Unsere drei Besten hatten immer einen Startplatz beim „Nato“-Badewannenrennen. Jetzt sind wir ja die Einzigen, die so etwas in Leipzig noch austragen. Wir hatten vor zehn Jahre eine überalterte Bevölkerung, das Durchschnittsalter lag bei über 52 Jahre. Der Wohnungsleerstand betrug zehn Prozent. Da haben wir uns überlegt, wie schaffen wir es, die Menschen für den Nordosten zu interessieren. Es gibt ja hier schöne Ecken. Das war die Geburtsstunde des Wasserfestes.

Ist der Plan aufgegangen?

Nach zehn Jahren können wir sagen: Ja, es hat Sinn gemacht. Unsere Überalterung sinkt langsam. Wir haben in Thekla und Mockau noch eine Leerstandsquote von ein bis zwei Prozent. Junge Familien ziehen zu uns. Das merken wir auch beim Wasserfest und darauf richten wir auch unser Programm aus.

Was wünschen Sie sich für den „Bagger“, ohne den es das Theklaer Wasserfest gar nicht gäbe?

Dass die Stadt Leipzig sich noch mehr um den „Bagger“ kümmert. Dass sie Geld investiert, um die Uferböschung weiter auszubauen, und den Spielplatz zu erweitern.

Von Klaus Staeubert

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