Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipzig: 50-Millionen-Projekt an der Prager Straße
Leipzig Lokales Leipzig: 50-Millionen-Projekt an der Prager Straße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 12.10.2017
Gebaut werden zunächst die rot gekennzeichneten Häuser; die schwarz markierte Fläche in der Mitte gehört bislang nicht zum Projekt. Quelle: Skizze: Patrick Moye
Leipzig

Seit Jahrzehnten ist die Ecke Prager Straße/Riebeckstraße eine Brache – jetzt tut sich etwas: Die Magdeburger Immobilienfirma AOC hat einen Großteil der Flächen erworben und will darauf für insgesamt 50 Millionen Euro zwei Wohnprojekte nebst Ladenzonen verwirklichen.

Der inhabergeführte Projektentwickler hat sich auf Wohn- und Handelsimmobilien spezialisiert und war bislang vor allem in süd- und ostdeutschen Ballungszentren sowie in Berlin aktiv. Das Projekt zwischen Prager, Riebeck- und Judith-Auer-Straße ist das erste Bauvorhaben, das die Firma in Leipzig startet. „Unser Bauareal liegt direkt gegenüber dem Technischen Rathaus und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Universitätsklinik“, betont Unternehmenssprecher Tilman Pradt. „Wir setzen darauf, dass diese Lage wieder hoch frequentiert wird.“ Insgesamt würden dort rund 150 Wohnungen und Ladenzeilen in den Erdgeschossen entstehen. Präferenzen zur Vermietung der Gewerbeflächen gebe es noch nicht.

Der Grundstückkauf war offenbar nicht leicht gewesen. Denn die Magdeburger konnten sich zwar zwei 2890 und 3704 Quadratmeter große Teilflächen der Brache sichern, doch das zwischen diesen beiden Grundstücken gelegene zentrale Areal haben sie nicht erwerben können – es wird also aller Voraussicht nach später bebaut. AOC strebe dann eine gemeinsame Abstimmung zur weiteren Projektentwicklung an, heißt es in Magdeburg. Die ersten Baupläne wurden deshalb so erstellt, dass die nachträglichen Gebäude problemlos an die vorhandenen angedockt werden können (siehe Skizze.)

Geplant ist, die vollständigen Bauunterlagen und den Bauantrag für die beiden erworbenen Teilflächen binnen drei Monaten zu erstellen. Sobald das Rathaus diese Pläne geprüft hat, sollen die Bauaktivitäten beginnen. „Wir rechnen dann mit einer Bauzeit von maximal 24 Monaten“, so Pradt. Eine Veräußerung der Wohnungen an Einzelkäufer oder -nutzer sei nicht geplant. „Die Wohnungen werden nach ihrer Fertigstellung an einen Globalinvestor verkauft“ so der Sprecher. Dies sei problemlos möglich, da das gesamte Quartier sehr gut an den Nahverkehr angeschlossen ist, der Hauptbahnhof und die Leipziger City in wenigen Minuten zu erreichen sind.

„Das Umfeld bietet eine hervorragende Infrastruktur mit einer Vielzahl kleiner Geschäfte, Ärzten, Apotheken, Supermärkten und Restaurants. Schulen und Kindergärten sind fußläufig erreichbar und ein breites Angebot an Freizeitmöglichkeiten rundet die gefragte Wohnlage ab“, schwärmt der Sprecher.

AOC-Vorstand Till Schwerdtfeger kann sich weitere Engagements in Leipzig vorstellen. „Keine Großstadt wächst stärker als Leipzig“, sagt er. „Die Stadt überzeugt uns mit ihrem dynamischen Wirtschaftswachstum, ihren Innovationen und hoher Lebensqualität. Die Kombination aus historischer Altstadt, vielfältigem kulturellen Angebot und lebendiger Start-up-Szene machen Leipzig zu einem begehrten Standort.“

Der Projektentwickler will auch ortsansässige Planer und Baufirmen in das Vorhaben binden. Die Verwaltung der Objekte übernimmt die eigene Hausverwaltung.

Von Andreas Tappert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am kommenden Montag, 16. Oktober, heißt es Daumendrücken für Leipzig. Denn um 10.30 Uhr wird der Court of Appeal in London verkünden, wie das Urteil im Berufungsprozess zwischen der Großbank UBS und den Leipziger Wasserwerken lautet.

12.10.2017

Sie kam mit einer Auszeichnung im Gepäck nach Leipzig: In Heiterblick ist am Mittwoch die sechste neue XL-Straßenbahn eingetroffen. Die LVB wollen sie auf den Namen der ältesten Sportstätte Leipzigs taufen – pünktlich zum 150. Geburtstag.

12.10.2017

Die Grünen in Sachsen erheben schwere Vorwürfe gegen das Leipziger Amtsgericht. Von „purer Schikane“ gegenüber Transsexuellen ist die Rede, vom „Verdacht auf rechtswidrige Diskriminierung“. Gerichtspräsident Michael Wolting verwahrt sich dagegen.

11.10.2017