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Lokales Leipzig-Engelsdorf hat neue Einwohner und kratzt an 13.000er-Marke
Leipzig Lokales Leipzig-Engelsdorf hat neue Einwohner und kratzt an 13.000er-Marke
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23:59 19.12.2013

Und auch die Zukunft verheißt der einst selbstständigen Gemeinde ein Einwohner-Plus.

Bei der schriftlichen Befragung im Frühjahr durch die Stadtverwaltung hatten sich 59 Prozent der Anwohner des Gebietes Am Sommerfeld, Rauchfussweg, Ilse-Decho-Weg, Philippine-Arndt-Weg, Adelgunde-Gottsched-Weg, Bertha-Beckmann-Weg und Kurt-Krah-Straße für Engelsdorf und gegen den Verbleib im südlichen Heiterblick ausgesprochen. Dagegen votierten 74 Prozent der Bewohner des Sommerfelder Weges für einen Verbleib im Ortsteil Paunsdorf. Laut Ruth Schmidt, Leiterin des Amtes für Statistik und Wahlen im Rathaus, waren 265 Haushalte angeschrieben worden. 170 Fragebögen mit 394 abgegebenen Stimmen wurden ausgefüllt zurückgeschickt. Macht eine Beteiligung von 64 Prozent. "Ein bemerkenswertes Ergebnis", findet Schmidt.

Annemarie Opitz, die Ortsvorsteherin von Engelsdorf, freut sich über den Zuwachs mit Wirkung vom 1. Oktober 2013. "Damit durchstoßen wir im kommenden Jahr bestimmt die 13 000er-Grenze", glaubt sie. Engelsdorf sei ohnehin der mit Abstand bevölkerungs- reichste der 1999 nach Leipzig eingemeindeten 14 Ortsteile. "Rund 12 800 Bürger wohnen derzeit in unserem Verbund mit Baalsdorf, Kleinpösna, Althen, Hirschfeld und Sommerfeld", listet Opitz auf. "Der Weg bis zur 13 000er-Marke ist also nicht mehr weit."

Opitz' Amtsvorgänger Volker Zocher war es, der sich jahrelang für die Befragung eingesetzt hatte. Immer wieder hatten sich Heiterblicker und Paunsdorfer aus den genannten Straßen an den Engelsdorfer Ortschaftsrat gewandt, um bei den Nachbarn aufgenommen zu werden. "Weil sich die Leute aus dem Wohngebiet nach Engelsdorf mehr hingezogen fühlten", wie sich Amtsleiterin Schmidt erinnert.

Zu jenen, die für den Ortsteil-Wechsel plädierten, gehört Mechthild Heinritz aus dem Ilse-Decho-Weg. "Das Ja zu Engelsdorf war für mich keine Entscheidung gegen Heiterblick, sondern eine für das Sommerfelder Umfeld, wo ich viele Freunde und Bekannte habe", erzählt die Deutsch-Lehrerin in der Wilhelm-Wander-Schule. Außerdem ließen sich in einer übersichtlichen kommunalen Einheit zahlreiche Amtswege besser erledigen als in der Anonymität einer Großstadt.

Für Engelsdorf hat wohl auch gesprochen, dass der Weg der jungen Schüler zur Christoph-Arnold-Grundschule am Gaswerksweg kürzer und sicherer ist als eine Reise mit der Straßenbahn zur Döllingstraße oder ins Paunsdorfer Neubaugebiet. "Das war ein Argument, warum sich Eltern von schulpflichtigen Kindern für uns entschieden haben", weiß Opitz. Überhaupt seien die kurzen Wege gute Gründe für die Veränderung gewesen. "Die fast vor der Haustür liegenden Kindertagesstätten sind sowieso ein großer Trumpf von Engelsdorf", sagt die Ortsvorsteherin nicht ohne Stolz.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.12.2013

Günther Gießler/Dominic Welters

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